Das Ende wird zum Anfang

Wiederholung. Von was? Na, vom Lauf der Zeit. Es ist nämlich wieder Sonntag, wie jede Woche, seit ewigen Zeiten und für den Großteil bedeutet es einen weiteren Wendepunkt im Alltag – eine „7-tägige-Reise“ findet ihren Abschluss, während die nächste schon bereitsteht. In diesem Schachteldenken leben Millionen von Schülern, Studenten und Arbeitnehmern, die in einer geregelten 5-Tage-Woche unterwegs sind. Mir ist unbekannt, ob es bereits Forschungen darüber gibt, wie die einzelnen Menschen mit diesem Tag umgehen, bei mir ist dies allerdings höchst unterschiedlich. Sehr häufig stehe ich bereits mit dem Gefühl auf, dass an diesem Tag sowieso nichts besonderes passiert, da der Streetmode auf Abschalten eingestellt ist und sich die Welt von der Betriebsamkeit des Samstag zu erholen scheint. Außerdem schwebt die Aussicht, am Folgetag früh aus den Federn zu müssen, über der Tagesplanung – wann ist der Zeitpunkt, zu dem man spätestens den Tag ausklingen und die Vorkehrungen für den Arbeitstag treffen sollte?

Es gibt natürlich auch Tage, an denen dies alles keine Rolle spielt, weil man unerklärlicherweise quasi aus dem Bett schwebt und sich die Aktivitäten wie von selbst einstellen. Da schwelgt man bei einem tollen Frühstück, fährt wie selbstverständlich zum Bummeln zu einem der großen Trödelmärkte, findet danach spontan ein nettes Café, um zum Abschluss noch etwas für Wellness oder Fitness zu tun, bevor der Abend im Kino oder daheim bei einem guten Film ausklingt. Dies alles, ohne dass einmal ein Gedanke an die Verpflichtungen der kommenden Woche verschwendet wird oder sich Sorgen in den Vordergrund drängen. Solche (Sonn)tage gibt es meiner Erfahrung nach absolut selten, aber wenn sich dann einer einstellt und der Tag am Abend kurz rekapituliert wird, dann leuchtet für einen kurzen Moment mal wieder der wahre Wert des Lebens vor einem auf … und ganz ehrlich: Wäre dies der Regelzustand, so wüssten wir seinen Wert sehr schnell nicht mehr wirklich zu schätzen. Denn dann wird es zur Normalität und schon ein heute „guter, normaler“ Tag wäre zukünftig eine Ernüchterung. Bedeutet glücklich leben auch, nicht zuviel zu erwarten? Streckenweise bestimmt…

Heute war keiner dieser selbstfließenden Tage, heute war es eine zähe, graue Masse. Individuell natürlich. Für mich hing es damit zusammen, dass die Erkältung nochmal fröhlich Hallo sagte und ich schon das eigentlich großartige McDonalds Frühstückschillen mit meinem Girly nicht richtig genießen konnte. Mittags bei Subway in der Bonner City wurde es mit meinem Kumpel nochmal etwas entspannter, aber nach und nach wandelte sich auch die Sonne in Düsternis und Regen um, was weiter auf Gesundheit, Fitness und Stimmung drückte. Über diesem Tag hing zudem eine chronische Müdigkeit, der ich am Nachmittag erlegen bin. Vier Stunden später war der Tag quasi gelaufen, der Pizzaservice brachte Nudeln, die USA gewinnen die Basketball-WM und der Abend weicht so langsam der Nacht.

Bleibt die Erkenntnis, dass oft genau an den Tagen, denen wir die Woche über entgegenfiebern, um neue Kraft zu tanken, die Inspiration fehlt, um die Tanks aufzuladen. Im Gegenteil, nach diesem Brei heute fühle ich mich eher so, als bräuchte ich zwei weitere arbeitsfreie Tage, um die Batterien auf Vordermann zu bringen. Da mir diese aber derzeit nicht vergönnt sind, warte ich voller Vorfreude auf meinen in drei Wochen anstehenden Urlaub – in der Hoffnung, dass meine Erwartungen an Entspannung, Action und Regeneration nicht ins uferlose abgleiten und die Reise ihnen gerecht werden kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen ruhigen Abschied aus der Woche und einen großartigen Start einer neuen „7-Day-Journey“. Carpe diem … Keep on rockin‘ !!

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