Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Die Gedanken sind frei

Meinungsfreiheit. Wie frei ist die freie Meinungsäußerung eigentlich wirklich? Hier im Blog ist sie natürlich extrem frei, letztendlich kann ich schreiben was ich möchte und darf kritische oder unliebsame Kommentare jederzeit löschen. Ist zwar nicht die feinste Art, aber schließlich ist es mein Blog, also so etwas wie meine eigenen vier Wände. Nur, stimmt schon diese Annahme wirklich? Ich halte zwar eine Art Monolog, stehe dabei aber virtuell gesehen auf dem Balkon: man hört, was ich sage, wenn man bewusst oder zufällig vorbeikommt. Ist also eher nicht privat. Aber ich schweife ab, die Frage war ja: Wie frei ist der Begriff der freien Meinungsäußerung tatsächlich? Klar kann man alles sagen, mindestens einmal. Nur ziehen viele, vielleicht alle Aussagen irgendwelche Konsequenzen nach sich – meist belanglos, aber manchmal auch gravierend. „Schatz, hast Du etwas zugenommen“, ist eine freie Meinungsäußerung, die im intimsten Umfeld zu eklatant negativen Schwingungen gepaart mit dem Entzug gewisser lebensbereichernder Zuwendungen enden kann (und wird!). Gleichermaßen dürfte der Satz „Was guckst Du?“ in Gegenwart einer Gang latent aggressiver Halbstarker nicht zwangsläufig gesund für das körperliche Wohlbefinden sein. Aber auch seinem Chef in einem Anflug von Selbstüberschätzung und Größenwahn mal gehörig die Meinung zu geigen, wird in den meisten Fällen weitreichende Konsequenzen unangenehmerer Art haben.

Wo also ist Offenheit, Ehrlichkeit, also der Grundsatz der Meinungsfreiheit angebracht? Sind nicht häufig eher Notlügen für alle Parteien das sinnvollere Mittel für ein harmonisches Miteinander, für ein entspanntes Leben? Im Großen und Ganzen erscheint es sinnvoll, in unklaren oder fragwürdigen Situationen eher zu schweigen, sofern man nicht gemäß seines Naturells eher Einzelgänger oder von streitbarer Natur ist. Allerdings darf man auch manches nicht zu ernst nehmen – vermutlich ist jedem schon mal etwas Unangenehmes entglitten, das besser im Verborgenen geblieben wäre.

Der Job war heute dominiert von Organisationsmeetings, Abstimmungsterminen und Feedbackgesprächen – im Grunde Synonyme für sehr ähnliche Tätigkeiten, es wurde kurzum also viel geredet und Standpunkte ausgetauscht. Auch hier natürlich mit der nötigen Diplomatie und politischen Rücksichtnahme. In solchen Gesprächen hilft es auch, stets im Hinterkopf zu behalten, dass der Gegenüber letztendlich auch nur seine ihm übertragenen Aufgaben zu erfüllen versucht und diese nicht zwangsläufig immer 100% mit den eigenen korrelieren. Ein Ausleben der oben erwähnten ungefilterten Meinungsfreiheit an der falschen Stelle kann ein ganzes Projekt meilenweit zurückwerfen. Bislang lief erfreulicherweise alles glatt, deshalb konnte es entspannt in den Feierabend gehen – nachdem ich noch mein sehr kleidsames Firmen-Laufshirt für den am Donnerstag anstehenden Bonner Firmenlauf in den Rheinauen abgeholt habe. Nun bin ich super vorbereitet und überzeugt, die sechs Kilometer in unter drei Stunden zu laufen 😉

Eben habe ich mit einigen Kollegen im Envers in Bonn noch den ersten Spieltag der Champions League-Saison verfolgt, was in illustrer Kneipenrunde weit mehr Freude macht, als allein daheim – zumal ich den Mittelklasse-Pay-TV-Anbieter mit seinen hochpreisigen Angeboten sowieso nicht abonniert habe. Anschließend ging es rasch Richtung Heimat und nach ein paar Chill-Out-Sounds wird es auch gleich ins Bett gehen. Alles in allem ein fordernder, aber netter Tag.

Morgen ist Bergfest, sagt man so, deshalb freut euch und genießt jede Sekunde. Wir lesen uns. Keep on rockin‘ !!

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