Alter … Weisheit … Synonyme

Altersweise. Ist ein Synonym für die Umschreibung von Erfahrung durch fortgeschrittenes Alter. Ganz nach dem Motto: Ich habe viel erlebt, verschiedenste Facetten des Lebens ergründet, ich bin ein hervorragender Ratgeber. Noch wichtiger: Ich verdiene Respekt, Anerkennung und widerspruchslose Akzeptanz meiner Worte. Gerade der letzte Teil ist keinesfalls trivial und zu diskutieren wahrhaft tricky. Darf ich es mir doch in meinem Alter überhaupt nicht erlauben,die Gedankenstruktur und Weisheit des Alters zu hinterfragen – schon allein aus dem Grund, dass sie für mich faktisch weder greif-, noch erlebbar ist. Ich bin ja noch nicht „so“ alt. Dennoch nun gibt es aber, gerade auch im Berufsleben, eine Vielzahl von Situationen, wo das Festhalten an alten Prozessen, Denkweisen oder Funktionsmechanismen nicht nur hemmend, sondern Betriebsschädigend werden kann. Wie erklärt man als relativer Frischling (ich bin ja erst zarte 15 Jahre im Beruf) nun den alteingesessenen Hasen Einflüsse einer Welt, die sich technologisch rasant entwickelt hat, im Kopf der Kollegen aber noch immer aus Umlaufzetteln, Stift und Papier besteht? Auch dies ist Teil des täglich geführten Kampfs, mein Dossier „Die Harmonisierung von Antike und Moderne im beruflichen Alltag“ steckt aber noch in der Rohphase. Auf jeden Fall ist dieser Kampf, sind diese ständigen Diskussionen und Kompromissversuche streckenweise zermürbend – doch sind auch immer wieder kleine Fortschritte zu erkennen, die dann für neue Motivation sorgen.

Der Nachmittag sollte ursprünglich im Zeichen des Sports stehen. Es war nach einigen Tagen Abstinenz mal wieder nötig, das Studio zu besuchen, was letztendlich mangels Motivation und körperlichem Wohlbefinden aber nicht den gewünschten Effekt hatte. Im Gegenteil, nach kurzer Ausdauer- und noch kürzerer Krafteinheit ging es schon nach weniger als einer Stunde Richtung Heimat. Das hat mich zwar irgendwie auch direkt frustriert, nur war heute tatsächlich der schwache Körper Sieger über einen starken Geist. Ich tröste mich damit, dass morgen der Firmenlauf stattfindet und ich somit um ein gewisses Sportpensum nicht herumkomme … zum Glück.

Zu späterer Abendstunde ging es dann noch in die Bonner City, wo ich mit einer Freundin zunächst fünfzehn Minuten im Außenbereich einer Tapas-Bar weilte, bis uns der (nicht wirklich freundliche) Kellner mitteilte, dass draußen die letzte Runde schon vorbei sei (um 21 Uhr, die Provinznachteile!!), wir also rein müssten – wo es leider keinen freien Tisch gab. So zogen wir weiter und ließen und spontan in der Bonner Brasserie nieder, wo es genügend freie Tische, entspannte Leute und eine gute Atmosphäre hatte. Dies ist in der Brasserie nicht selbstverständlich und stark tageszeitabhängig. Heute also war es klasse, selbst die Bedienung hatte scheinbar gute Laune. Coke und Pizza kamen schnell, das Essen war gut und so plauderten wir eine ganze Weile über Gott und die Welt, so dass die Zeit scheinbar im Nu verflog. Um morgen für Arbeit und Lauf nicht völlig ko zu sein, machten wir uns schließlich gegen 22.45 Uhr zurück auf den Weg Richtung Heimat, wo ich letztendlich gegen 23.15 Uhr eingetroffen bin.

Nun lasse ich mich parallel ein wenig vom aufgezeichneten Champions League-Spiel der Bayern berieseln, verfasse diesen Blog-Eintrag und werde mich nachher ins Bett begeben, um morgen einen weiteren ereignisreichen Tag bewältigen zu können.

Immerhin ist schon fast wieder Donnerstag und ein bereits stark beplantes Wochenende liegt vor mir – was gleichermaßen Vor- und Nachteil sein kann. Vorteil, Langeweile wird wohl nicht aufkommen. Nachteil, Erholung dafür auch nicht wirklich. Aber: Der Urlaub rückt damit auch mal wieder eine Woche näher … was wiederum heißt, dass es so langsam wirklich Zeit für eine Konkretisierung der Planung wird.

Es gibt also viel zu tun, packen wir es an. In diesem Sinne, ich denke an euch. Denkt auch an mich und …. keep on rockin‘ !!

Werbeanzeigen

Ein Kommentar

  1. Armes tuktuk. Nur wer den Erfolg und die Niederlage kennt kann beides gleich gelassen ertragen. Schieb es auf die Altersweisheit.

    Arsch und Kopf hoch.

    Grüße die Jungfrau

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s