Wer die Qual hat …

Quälerei. Wie inflationär darf man ein Wort gebrauchen? Zumal, wenn es sich um einen Begriff handelt, dessen schlimmste Ausprägung schier menschenverachtend und unvorstellbar furchterregend ist. Nun trifft man tagtäglich überall auf dieses Wort und im Kontext passt es in allen Situationen auch irgendwie herein. Dennoch sollte man sich den wahren Sinn hinter der ursprünglichen Wortschöpfung dann und wann ins Gedächtnis rufen. Sicherlich kann man sich auch beim Training quälen (meist freiwillig und bestimmt nur temporär), die Arbeit als Qual empfinden (hoffentlich auch nur temporär, sonst empfehle ich psychiatrische Behandlung) oder durch unglückliche bzw. unerwiderte Liebe gequält fühlen (Disco oder Psychiater sind auch hier mögliche Auswirkungen), aber nichts von all dem ist auch nur annähernd vergleichbar mit der Qual einer brutalen Folter, dem Verlust von geliebten Menschen oder dem Leid von Kriegen … auch wenn ich in meiner behüteten Welt zugeben muss, dass mir all diese Qualen bislang glücklicherweise erspart geblieben sind. Da mir aber schon der Gedanke daran massive Schauer über den Rücken laufen lässt, liegt die Vermutung schon nah, dass entsprechendes Leid unvorstellbar gravierend ist.

Natürlich und sogar verständlicherweise sind wir als eigenständige Individuen in erster Linie für uns selbst verantwortlich und empfinden, solange wir nicht intensiver nachdenken, unsere eigenen Probleme als die schlimmsten der Welt. Ich selbst bin ein Feind von Vergleichen alá „aber schau Dir den an, dem geht es noch viel schlechter“ … das bringt mich nämlich keinen Deut weiter, solange es mir selbst nicht gut geht. Da ist eher Unterstützung gefragt, keine dummen Sprüche. Aber in guten oder neutralen Zeiten, bei Berichten über Folterlager, Katastrophen oder Kriegswirren – da lohnt es sich, auch mal innezuhalten und dankbar zu sein, in einem sehr angenehmen Teil dieser Welt zu leben. Was nicht heißt, dass man seine eigenen Situationen, Probleme oder Sorgen nicht ebenfalls mal als qualvoll ansehen darf…

Ich bin nicht sicher, ob das ein allgemeiner Zustand in Betrieben mit 5-Tage-Woche ist, doch war heute wieder einer dieser Tage, in dem man die fallende Motivation im Umfeld mit gegen Mittag vorrückender Uhrzeit nahezu greifen konnte. Entsprechend leer war auch die Kantine und ab 14 Uhr musste man schon eine ganze Weile auf dem Gang verweilen, wenn man das Bedürfnis hatte, eine andere Person zu treffen. Dabei glaube ich nicht einmal, dass die Produktivität Freitags sinkt, eher im Gegenteil. Der Wunsch nach dem Wochenendstart beschleunigt einfach nur die Arbeitsweise. Dies ist aber aus meiner Sicht tatsächlich ein Freitagsphänomen … würde man an jedem Tag mittags gehen können, würde sich auch hier schnell wieder Routine und Trägheit einstellen.

Was soll’s, nun geht’s ins Wochenende. Die letzten Einkäufe wurden erledigt, das Abendessen zubereitet und der Tag klingt aus. Morgen geht’s ins Ruhrgebiet, Family und Party. Vorher vielleicht ein kurzer Abstecher zum Rheinau-Trödelmarkt, um ein paar Schnäppchen zu ergattern.

Kommt gut in die freien Tage, habt Freude und findet den wahren Wert des Lebens … Überall sind Spuren zu finden und Partikel versteckt 😉 In diesem Sinne … Keep on rockin‘ !!

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