Watte … bausch … kopf

Dumpf. So als wäre der Kopf komplett in Watte getaucht, fühlt es sich manchmal an. Im besten Fall ziehen solche Tage einfach an einem vorbei, mit viel Ruhe, Schlaf und Erholung. Im schlechteren Fall erschwert beruflicher oder privater Stress dieses dumpfe Gefühl noch und sorgt für extremes Unwohlsein. Leider ist zweiter Fall eher die Regel, zumeist gilt es Aufgaben zu erledigen, Gespräche zu führen und mit unangenehmen Situationen umgehen zu müssen. Seinem Gegenüber kann man das nicht einmal zum Vorwurf machen, denn das Wattespiel ist ja ein individuelles Befindlichkeitsproblem, das der Sparringspartner nicht teilt und dem er nicht rücksichtsverpflichtet ist. Vermutlich würde sich so manches in dieser Gefühlslage aufkeimende Problem bei normalem Gesundheitszustand gar nicht erst stellen.

Nun ist fraglich, wie man damit umgehen sollte, wenn die Welt beim Aufstehen bereits trüb und dumpf erscheint. Zuhause bleiben wirkt maßlos übertrieben, denn so richtig mies geht es ja noch nicht und ein paar Stunden Arbeit sollten zu schaffen sein. Auf der anderen Seite weckt man logischerweise die Erwartung auf Top-Leistung, wenn man auf der Arbeit erscheint, getreu dem Motto: „Wer krank ist, bleibt daheim. Wer kommt, ist belastbar.“ Ein wenig beißt sich die Katze hier in den Schwanz, denn wer einmal eine berufliche Negativerfahrung bei aufkeimender Krankheit gemacht hat, wird sich hüten, sich beim nächsten Mal wieder zum Job zu quälen. Dies wiederum steigert die Krankenquote der Abteilung, was den Chef frustriert. Wie ist damit umzugehen? Vielleicht ist ein wenig Dankbarkeit die Lösung, dem Mitarbeiter zeigen, dass man sich über seine Anwesenheit freut und honoriert, dass dieser die Basics erfüllt, obwohl er nicht Topfit ist. Das steigert die Moral und erhöht die Mitarbeiterzufriedenheit.

Ich befinde mich in der erfreulichen Situation, dass diese positive Behandlung seitens der Abteilungsverantwortlichen bereits existiert und man auch mal „nur das nötigste“ erledigen muss, um anschließend zum Auskurieren ins Bett zu krabbeln. Heute war ich darüber extrem dankbar, denn nach der vierten Ibuprofen und diversen Halsschmerztabletten war ich gegen 17 Uhr reif für die Matratze. Leider kann darauf außerhalb unseres Bereichs natürlich keine Rücksicht genommen werden, so dass morgen ein sehr harter Tag auf mich wartet, dessen Ende ich jetzt noch nicht absehen kann. Allerdings bin ich durch die Möglichkeit, meine wieder aufkeimende Krankheit Nachmittags bekämpfen zu können, positiv gestimmt, morgen erfrischt aufzuwachen und Kraft für den Tag zu haben.

Dementsprechend bestand der Nachmittag und Abend heute aber auch nur aus Schlaf, Ruhe und ein wenig Snooker im TV. Nicht wirklich spannend, für einen Hyperaktiven sogar extrem qualvoll, aber wenn’s hilft, kann man es ja mal an einem Tag akzeptieren.

Ich hoffe, euch geht es besser und ihr konntet dem Start in die Woche etwas gutes abgewinnen. Falls ihr Tipps habt, wie man die dumpfe Watte aus dem Kopf bekommt … immer her damit.

Alsdann, keep on rockin‘ !!

Werbeanzeigen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s