Leben und Hilfe aus dem Notizblock

(Un)erfülltes …

Erwartungen. Ein großes Wort, das viele Assoziationen birgt und die Natur hat, in erster Linie Probleme zu generieren. Erwartungen sind stets an etwas gebunden, sei es selbst oder fremdgesteuert. Erwartungen begegnen uns auch jeden Tag, überall, offen und versteckt. Sie verbergen sich in großen, wie kleinen Dingen, in Blicken und Gesten, im Job und daheim. Wie? Warum? Erwartest Du nichts? Vom Leben, vom Tag, vom Essen oder Fernsehprogramm? Einen Sinn, Erfüllung, Geschmack oder zumindest Sättigung? Unterhaltung oder Abwechslung? Genau. Dazu ist jeder auch fremden Erwartungen ausgesetzt, von Freunden, dem Chef, dem Partner oder dem Busfahrer. Auch dem? Logisch. Er erwartet, dass eine gültige Fahrkarte vorhanden ist (oder erworben wird), Rücksicht genommen wird und die Beachtung der durch die Stadtwerke aufgestellten Verhaltensregeln. Nicht alles erwartet man bewusst, der beschriebene Busfahrer wird dies gemäß seiner alltäglichen Routine ganz einfach voraussetzen. Handelt aber jemand entgegen den Erwartungen (und es fällt auf, ist ja bei fehlender Fahrkarte nicht zwangsläufig der Fall), so durchbricht dies die Routine und eine neue Erwartungskette setzt sich in Gang – zB die Erwartung, der Passagier möge sein Verhalten bereuen.

Etwas so allgegenwärtiges kann natürlich auch hemmend wirken. Das führt dann unweigerlich zum Erwartungsdruck, beispielsweise vor einer Präsentation im Job, dem ersten (zweiten, dritten) Date oder dem entscheidenden Elfmeter im WM-Finale. Von diesem Druck lebt eine Vielzahl an Therapeuten, Psychologen und Psychoanalytikern, was sich auch in den nächsten tausend Jahren nicht ändern wird (sofern wir uns bis dahin nicht endgültig ausgerottet haben). Das ist im Grunde kein Problem, solange geholfen werden kann (bzw man sich als Betroffener helfen lässt). Was aber geschieht, wenn man zum einen ein extrem hilfsbereiter Mensch ist (was fast gleichzusetzen damit ist, sich ständig selbst auferlegten Erwartungen andrer gegenüberzusehen) und zum anderen die Anforderungen an sich selbst hegt, Erwartungen nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen? Das wird zu einem ernsten Problem. Man wird extrem fremdgesteuert und nimmt sich zuwenig (vielleicht sogar keine) Zeit mehr, das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten. Man hetzt immer neuen Ansprüchen hinterher und kann sie immer seltener übertreffen – ja, sogar das Erfüllen wird schwerer. Hier ist die Lösung dritter meist der Ratschlag, sich zu entspannen, ein paar Gänge herunterzuschalten und an sich zu denken. Dumm nur, dass genau das eben nicht in der Natur dieses Typs liegt. Hier wird es keine Universallösung geben, möglicherweise muss tatsächlich erst eine harte Erfahrung negativerer Art gemacht werden – vielleicht in Form eines Verlusts durch Überengagement. Lohnt sich, weiter darüber nachzudenken.

Freie Tage wecken übrigens auch Erwartungen, ebenfalls in vielerlei Hinsicht. Vieles kann und will erledigt werden, es gibt ne Menge möglicher Aktivitäten und auch der Körper verlangt schonmal nach Aufmerksamkeit. Für mich hieß die entsprechende Verbindung Wellness von 7-8 Uhr, danach ne Menge Bügeln, um Nachmittags Köln shoppenderweise unsicher zu machen.

In der Neumarkt-Galerie waren wir fasziniert von der Galerie der forschenden Pharma-Unternehmen – die Siegerfotos zum entsprechenden Fotowettbewerb sind hier ausgestellt und bieten faszinierende Einblicke in die Forschung. Schön auch, dass die vielen Fotos mit hilfreichen Texten untermalt sind. Ein Besuch lohnt sich ohne Zweifel. Eintritt kostet es auch nicht, da die Bilder einfach in der Passage aufgestellt sind. Bei Karstadt gab es dann noch CDs mit 70% Rabatt … da musste ich mal entscheidend zuschlagen und einige Scheiben erwerben, was den Tag erfreulich abrundete. Die Musik wurde zuhause direkt auf den Mac überspielt und iPod-fähig konfiguriert, so dass ich die neuen Klänge morgen direkt im Fitnessstudio hören kann.

Nach einem leckeren Abendessen (Hähnchenbrustfilets, mariniert und mit Pflücksalat serviert, dazu ein Schöfferhofer Grapefruit), widme ich mich gleich noch meinen diversen erworbenen Zeitschriften, um auf dem Laufenden zu bleiben. Kann ich nur empfehlen.

Morgen ist Party angesagt, natürlich erst Abends. Zuvor sind Sport, Spannung und Vergnügen geplant. Vielleicht sieht man sich ja. Keep on rockin‘ !!

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