Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Good Vibrations

Vibrationen. Sorgten heute früh für einen ordentlichen Schrecken, als der Oberkörper, weil auf dem Handy mit Weckfunktion liegend, von ihnen durchgeschüttelt wurde. Es dauerte eine Weile, bis das biochemische System begriffen hatte, was die Erschütterung zu bedeuten hatte. Ist dies nun eine sanftere Art, den Federn zu entschweben, als der schräpige Klang eines Taschenweckers oder das fröhliche Gebrabbel der Radio-Moderatoren? Auf jeden Fall ist es erheblich ruhiger und das zumindest ist gut.

Sehr vorteilhaft finde ich auch den Vibrationsalarm bei Mobiltelefonen, da mich das ständige Gebimmel an jedem erdenklichen Ort streckenweise wahnsinnig macht. Da lobe ich mir ein angenehm leises Gebrumme und akzeptiere meist problemlos das darauf folgende Gespräch. Gemäß dieser Einstellung befindet sich mein eigenes Telefon stets im Vibrationszustand (es sei denn, ich bin alleine und will die Durchbrechung meiner Einsamkeit nicht verpassen), was zu interessanten Nebenwirkungen führt. Keine Ahnung, ob euch so etwas auch schon mal begegnet ist, aber ich habe regelmäßig das Gefühl (insbesondere wenn ich im Auto sitze oder mich bewege), dass sich das Gerät meldet und einen Anruf, respektive eine SMS ankündigt – erstaunlicherweise auch dann, wenn ich es zuhause gelassen habe. Heißt das, ich bin inzwischen süchtig nach Aufmerksamkeit, fremdgesteuert oder gar ein Vibrationsjunkie? Ich halte dies durchaus für möglich, warum sonst sollte mein Körper derartige Signale an das Gehirn senden? Getreu dem Motto „kann doch nicht sein, dass uns keiner sprechen will – Erde an Großhirn, lass ihn mal checken, ob wir nicht irgendwas verpasst haben … ). Und wie enttäuschend ist es erst, wenn man sich die Vibration einbildet, das Handy dabei hat, draufschaut und — nichts neues sieht… Keine Abwechslung, keine nette Nachricht, kein Freund, der „einfach so“ mal durchklingelt. Ich bin ein Sklave der modernen Kommunikationsmittel und meine Peitsche der Selbstkasteiung ist der Vibrationsalarm…

Es gibt übrigens noch viele andere schöne Dinge, die intensiv vibrieren können und vermeintlich ebenso süchtig machen … aber den nicht jugendfreien Blog gibt es erst, wenn ich einen Payment-Bereich eingerichtet habe 😉

Was stand heute ansonsten an? Klaro, der übliche Wochenendbesuch im Sportstudio. Hier muss ich meinem Kumpel (und damit indirekt natürlich auch mir) mal ein echtes Kompliment aussprechen. Seit Wochen schon ist es uns gelungen, eine verlässliche Regelmäßigkeit in unser Sportprogramm zu bekommen, ein Fakt, an dem unsere Fitnessziele zuvor jahrelang kläglich gescheitert sind. Nun gelingt es uns beiden, das Programm auch in den Alltag zu integrieren und insbesondere am Wochenende kontinuierlich dabeizubleiben.

Heute war ich erstaunlich fit, schon deshalb überraschend, da ich mal wieder kaum geschlafen hatte. So konnte mich der 200-Watt-Widerstand des Ergometers genauso wenig schocken, wie eine knapp zehnprozentige Steigerung der Gewichte an den Geräten oder die Erhöhung der Wiederholungen bei den Crunches. Das Studio war heute übrigens für einen Sonntagmorgen unerwartet voll, dennoch konnte man ungestört trainieren und kam an jedes Wunschgerät rasch heran. Durch die Regelmäßigkeit der Besuche entdeckt man inzwischen auch schon das ein oder andere bekannte Gesicht, dem man zur Begrüßung freundlich zunicken kann. Sicher auch ein Fakt, der zur Langzeitmotivation beiträgt. Wer bleibt schon gerne unerkannt. Kommt dann noch ein nettes Schwätzchen mit dem Studioleiter dazu, kann man nach zwei erfüllten Stunden gelassen den Heimweg antreten.

Die Mittagszeit habe ich dann mit dem Girly in der Notfallaufnahme des Krankenhauses verbracht, da die Probleme mit der Schulter nicht mal annähernd nachgelassen haben und hier eine fundiert fachmännische Diagnose nötig ist. Letztendlich habe ich darauf gedrängt, weil ein solcher Krankheitsverlauf aus meiner Sicht nicht normal ist und hier zumindest ein Rat bzgl. des weiteren Umgangs und der Verhaltensweise sinnvoll erscheint.

Zur Belohnung ging es anschließend erstmal zum amerikanischen Kaffeespezialisten mit dem grünen Logo, klar, Starbucks. Einen Latte Macchiato, Hazelnut Hot Chocolate und Cookie später, sah der Sonntag halbwegs rosig aus. Die Bonner City befand sich derweil ganz in der Hand der 10-km-Cityläufer, die eifrig und unter Beobachtung von Fans und Passanten ihre Runden zogen. So langsam rüstete sich die Stadt dann auch wieder für das abendliche Klangwellen-Ereignis, welches noch bis zum 02.10. täglich ab 20 Uhr auf dem Münsterplatz zu bewundern ist. Uns zog es eher zur Bahnhofsbuchhandlung, weil ich bereits seit Tagen verzweifelt auf der Suche nach einem bestimmten Buch als Geburtstagsgeschenk bin … dummerweise war es wieder nicht zu entdecken und der Geburtstag ist morgen. So muss ich den guten Mann wohl ein paar Tage vertrösten und doch auf Amazon zurückgreifen – dort ist es nämlich vorrätig.

Um 15 Uhr zog es mich dann zum Spiel der Telekom Baskets in den Telekom Dome, wo es um den Gewinn des Maritim Cups ging, das letzte Vorbereitungsturnier vor dem Saisonstart der BBL nächste Woche. Nachdem die Magentastars das Halbfinale gestern locker gegen die GIANTS aus Düsseldorf gewonnen hatten, war es heute erwartungsgemäß eine engere Geschichte, wartete doch der amtierende französische Meister Chalet Basket auf die Jungs von Mike Koch. Dennoch ließen viele Spielzüge und das entsprechende Teamplay darauf hoffen, dass uns eine spannende, sowie ereignisreiche Saison ins Haus steht. Nach einer 36:33 Halbzeitführung der Bonner endete das Spiel schließlich mit 79:75 für die Franzosen – nebensächlich, wenn man bedenkt, dass für beide Teams der Hauptschwerpunkt im einstudieren der Spielzüge und automatisieren der Abläufe lag. Schade war, dass die Halle kaum gefüllt war und so keine wirkliche Stimmung aufkam. Einziger Vorteil: Man konnte das Spiel entspannt genießen und verschiedene Sitzplätze testen.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ging es dann nach Hause zurück, was von Duisdorf aus echt einer Folter gleichkommt. Es ist voll, man muss umsteigen und kalt war es auch noch. Ich hatte also allen Grund zu jammern 😉 Als Belohnung für dieses erfolgreich absolvierte Abenteuer gab es dann immerhin noch einen Hauch karibischen Urlaubsflairs in Form von künstlich erzeugter Sonneneinstrahlung und einen richtig schön langen Spaziergang, vorbei an prachtvollen Villen und entlang unserer wunderbaren Rheinpromenade. Es ist schon toll, da zu wohnen, wo andere Urlaub machen.

Der Abend verlief anschließend ebenfalls sehr harmonisch, wir haben lecker gegessen und uns vom sonntäglichen Fernsehprogramm berieseln lassen, was aus meiner Sicht stets das Beste Programm der Woche ist – nur dann hat man diese schicke Auswahl aus Serien, Blockbustern und amüsanten Promishows.

Morgen geht’s dann im Job wieder rund, bis Mittwoch wird es schätzungsweise nochmal ordentlich stressig. Danach ist Aufräumen und Vorarbeiten angesagt, denn am Mittwoch darauf habe ich mal ein paar Tage Urlaub. Aber dazu später mehr. Schlaft gut, ihr treuen Leser meiner manchmal langen Ausstöße. Keep on rockin‘ !!

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