Wechselwochen …

Wechselwillig. Sind Profisportler in der Regel, wenn es darum geht, mehr Geld zu verdienen oder bessere sportliche Perspektiven zu bekommen. Auch wenn einige herzblutende Fans nun ob der Reihenfolge aufschreien werden, ist es sicherlich legitim, erst das Geld und dann die Aussicht auf Erfolg oder Weiterentwicklung zu nennen. Warum? Nun, zuerst sollte der Kühlschrank voll sein – ich denke, jeder sorgt sich zunächst darum, mit Hilfe seiner Arbeitskraft ein gewisses Wohlstandslevel zu erreichen (wobei dieses zwischen dem einfachen Arbeiter und dem Profifußballer in der Regel nicht gleichen Inhalts ist). Erst, wenn man sich gewissermaßen etabliert oder eingelebt hat, regelmäßige Gehaltseingänge zu verzeichnen sind und das Leben einigermaßen organisiert ist, rücken die Verdienstaussichten ein wenig in den Hintergrund und die berufliche Entwicklung nimmt die oberste Priorität ein. Nun ist das auch sinnvoll, denn es ist wahrscheinlicher und fällt leichter, mit einer den eigenen Vorlieben und Schwerpunkten entsprechenden Tätigkeit sukzessive auch mehr Gehalt zu bekommen. Wer sich durch den Tag quält und sekündlich in den Feierabend wünscht, wird nicht die nötige Energie aufbringen, eine  das Gehalt positiv beeinflussende Weiterentwicklung zu vollziehen. Hier kommt es, wenn überhaupt, dann eher zufällig zu kleineren Gehaltssprüngen (z. B. durch Umorganisationen oder Regeltarifverhandlungen der Gewerkschaften).

Nur, den Traumjob für sich selbst zu identifizieren, in diesem eine Grundausbildung zu haben und dann auch noch eine entsprechende Position in einem Unternehmen mit guten Zukunftsaussichten zu finden – das kann zu einer Lebensaufgabe werden. Schon am ersten Punkt scheitern in meinem Umfeld unglaublich viele Leute, inklusive mir selbst. Was ist der Traumjob, der richtige Job, der den eigenen Vorlieben entsprechende Job? Genau: Keine Ahnung. Vor allem wird diese Entscheidung ja für gewöhnlich von 16-19jährigen verlangt, direkt nach der Schullaufbahn. Wohl dem, der zu dieser Zeit den richtigen Weg einschlägt und so eine gradlinige berufliche Zukunft vor sich hat. Aber mir kann niemand erzählen, dass das der Normalfall ist. Dafür gibt es in meinem Umfeld zu viele Gegenbeispiele. Dafür reicht zum Teil sogar ein Spiegel. Was ich wichtig finde: Nicht verzweifeln. Tritt die Unzufriedenheit mit dem Job in den Vordergrund, so ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Die Recherche, wie man persönliche Interessen mit seinem derzeitigen Aufgabengebiet kombinieren kann (und sich entsprechend zu bewerben), die Entscheidung, einen Neuanfang zu wagen (über Ausbildung, Weiterbildung oder Studium) oder auch die Kombination aus beidem (erstmal im unbefriedigenden Job weiterarbeiten und sich parallel per VHS, Abendschule oder Fernkurs weiterbilden). Natürlich kann man sich auch mit seinem Schicksal zu arrangieren versuchen – aber immer daran denken: Die Rente kommt so ca. mit 60-70 Jahren … das kann ganz schön lang werden.

Bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich 2009 endlich in einem Bereich gelandet bin, der mir wirklich, wirklich Freude bereitet. Ich weiß zwar nicht, ob das ewig so bleibt, da ich aus langjähriger Erfahrung die Erkenntnis ziehen konnte, immer wieder Abwechslung und Herausforderungen zu benötigen (und ein gewisser Grad an Stress wichtig für meine Zufriedenheit ist), aber ich bin frohen Mutes. Es ist einfach erstaunlich gut momentan und ich hoffe, dass das noch lange so bleibt.

Dementsprechend war es heute auch ein angenehmer Wochenausklang. Die letzten Wochenaufgaben wurden erfolgreich erledigt, eine spannende Telefonkonferenz absolviert und einige Aufgaben delegiert. Außerdem habe ich mich bereits auf meinen Mittwoch startenden Urlaub vorbereitet und entsprechende Vorarbeiten für meine Abwesenheit geleistet. Zwischendurch blieb sogar Zeit für einen Kakao mit meiner großartigen Kollegin, die mir immer wieder schöne Storys erzählt und sich auch gerne meine Geschichten anhört (zumindest tut sie so ;-)).

Nach Feierabend habe ich mir erstmal den neuen Trailer der Telekom Baskets Bonn angesehen und halte ihn für sehr gelungen. Morgen startet endlich die neue Saison, zwar auswärts in Gießen, aber um 17 Uhr live auf Sport1. Die Aufnahme ist schon programmiert, für den Fall, dass ich noch unterwegs bin. Habe euch den Trailer interessehalber hier eingebunden.

Später dann konnte ich mich davon überzeugen, dass auch Petrus derzeit etwas unsicher und wechselwillig zu sein scheint, denn heute gab es mit Nebel, Regen und Sonne die ganze Vielfalt herbstlichen Wettermöglichkeiten. Glücklicherweise schien die Sonne am Nachmittag, was mich zu einem angenehmen Spaziergang verleitet hat. Die Gedanken schweifen lassen, Energie tanken und auf das Wochenende einstimmen – das hat prima geklappt. An diesem Wochenende stehen jede Menge Aktivitäten an; so müssen morgen früh erstmal Möbel aus Dortmund ins Rheinland transportiert werden (unter Zeitdruck, denn ab 14 Uhr wird die A3 gesperrt), dann geht´s um 18 Uhr nach Köln zur Ausstellungs-Eröffnung in der Arty Farty Gallery (mein alter Buddy Timo stellt dort eins seiner Stücke aus und bringt mir ein weiteres Unikat für meine eigene Sammlung mit), bevor ich am Sonntag mit zwei Freunden wiederum nach Dortmund düse (dann über ordentliche Umwege, da die A3 bis Abends gesperrt bleibt), um das Bundesligaspiel des BVB gegen die Bayern aus München anzusehen – mit erstklassigen Karten, besten Dank, Daddy 😉

Obwohl es so pickepackevoll scheint, freue ich mich richtig auf das Wochenende. Alles Punkte, die mir sicherlich Spaß bereiten (okay, das Möbel abholen könnte ich mir schon knicken). Ich hoffe und wünsche euch, dass auch ihr viel Freude findet und jeden Tag  Momente des Glücks erlebt. Keep on rockin´ !!

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