Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Panik im Orchester

Panikmache. Wohl eine der Lieblingsaufgaben des deutschen Boulevardjournalismus (vermutlich sogar weltweit), der sich je nach Stimmungslage gerne auch mal Politiker, Wirtschaftsbosse und eine Vielzahl anderer gesellschaftlicher Gruppen verpflichtet zu fühlen scheinen. Wo man auch hinblickt wird gemahnt, gewarnt, Vorsicht geboten und es werden Unglücksszenarien skizziert. Beim Studium der Tagespresse ist der aufmerksame Leser geneigt, sämtliche Notfallpläne aus dem Schrank zu holen und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Ob diese Form der Außendarstellung und Volksaufrührung tatsächlich notwendig oder eher gefährlich ist, darüber scheiden sich die Geister. Die einen sagen, dass es gut für den Menschen ist, mit dem Schlimmsten zu rechnen, um sich über das Nicht-Eintreten freuen zu können. Die anderen sind aber der Auffassung, dass die Häufung solcher Panikmache dazu führt, dass die tatsächlich kritischen Momente nicht mehr wahrgenommen, ignoriert oder im schlimmsten Fall nicht geglaubt werden. Dementsprechend ist es notwendig, kritisch zu hinterfragen, wer der Absender einer solchen Botschaft ist, worauf sie abzielt und welche Maßnahmen vermeintlich zu treffen sind. Bei sorgsamer Prüfung sollte dadurch ersichtlich werden, welche Situation ernstzunehmend und welche reine Panikmache ist.

Panikmache kann es aber auch im Privaten geben, vor dem Meeting, dem Date oder gerne auch kurz vor dem Urlaub. Ist alles eingepackt? Sind alle Dokumente vorhanden, ist der Mietwagen gebucht? Wo ist der Reiseführer, welchen mp3-Player nimmt man mit? Genau darum ging es bei uns heute, denn da wir gegen 6 aus dem Haus müssen, bleibt morgen keine Zeit für etwaige Schönheitskorrekturen (mir fällt ein, der Kulturbeutel fehlt noch). Den Tag über hatte ich die Ruhe weg, habe ein wenig Sport getrieben, ein erstes kleines Heim für den Monster Mate gebastelt und X-Men Origins geschaut. Dazu ein paar Filme für das iPad umgewandelt und nach Türkei-Navigation gesucht. Alles in allem ein sehr entspannter Tag, der dann gegen Abend hektischer wurde. Erst ging’s zum Essen ins Contrast, superlecker, danach noch Richtung Bank und Kaufhaus, um die letzten Utensilien zu besorgen.

Das Kofferpacken ging erstaunlich fix, nur die (zugegebenerweise extrem kurzfristige) Mietwagenbuchung wollte sich unbedingt dafür qualifizieren, mir den letzten Nerv zu rauben. Etliche Seiten abgeklappert, Ablehnungen diverser Anbieter erhalten und schlussendlich über ein Forum Mietwagen-Antalya gefunden. Soll eine deutsche Firma sein. Das Telefonat war super, die eMail-Bestätigung soll gleich kommen und sogar ein Navi ist dabei. Puh! Dann kann es so langsam losgehen.

Ich werde jetzt die letzte Kleinigkeiten (Zeitschriften, Stifte…) einpacken und hoffe, euch täglich aus der Türkei berichten zu können. Dies ist allerdings massiv WLan-abhängig, ich kann also nichts versprechen. Aber glaubt mir: Ich gebe mein bestes. Habt eine schöne Zeit. Keep on rockin‘ !!

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