Schatten am Morgen

Pssst. Es zwitschert nichts mehr. Augenscheinlich hat die längere Dunkelheit des frühen Morgens in Verbindung mit der dramatischen Temperaturabsenkung dazu geführt, dass alle Vögel ihre Stimmen verloren haben oder direkt in den Süden ausgewandert sind. Wo man schon zuvor nicht übermäßig gerne früh aus den Federn gesprungen ist, wirkt das wohlig warme Bett nun nochmal gesteigert anziehend. Warum auch raus, wo es noch immer arg finster ist? Aber bleibt eine Wahl?

Nach dem Urlaub, egal wie lang er gewesen ist (mindestens eine ganze, zwei Wochenenden umfassende Woche ist allerdings maßgebend), bedarf es immer einer gewissen Zeit, um die Ereignisse in der eigenen Abwesenheit zu erfassen und wieder in seine Themen hineinzufinden. Dies funktioniert, je nach Aufgabengebiet, mal schneller, mal eher langsam und lässt die Frage aufkommen, wie erholsam ein Urlaub tatsächlich ist, wenn doch an seinem Ende ein erheblich höheres Maß an Anstrengung gefordert ist, als zu Beginn.

Mir fiel es heute leichter als gedacht, was wohl an der großartigen Vertretungsleistung meines alten Buddy gelegen hat und mich den Tag entspannt und ruhig angehen ließ. Klar standen einige Aufgaben und Streitpunkte an, aber gegenüber früheren Tagen der Urlaubsrückkehr lief es erstaunlich glatt. Selbst die emotional geführte Diskussion in der Leiterrunde konnte mich nicht verdrießlich werden lassen und so endete der Arbeitstag, wie er begann: Produktiv und erfolgreich.

Kaum aus der Firma raus, ging es flugs auf die Suche nach dem ein oder anderen zusätzlichen Geburtstagsgeschenk für mein Girly, die morgen ihren Ehrentag bestreiten darf. Ich bin ja mal gespannt, ob ich ihr zumindest eine kleine Freude bereiten kann … zumal sie einen Großteil der Geschenke bereits kennt und es nicht besonders leicht fiel, noch etwas weiteres schönes zu finden … surprise, surprise.

Anschließend ging es ans Einpacken und es ist durchaus kein Kinderspiel (siehe den vergangenen Blog-Eintrag), Geschenke adäquat, schön und liebevoll zu verpacken. Dieses vermaledeite Packpapier, der Klebstoff und meine unbändige Kraft bilden nicht immer ein erfolgreiches Team – schlussendlich war alles drin, aber das ein Kerl am Werk war, lässt sich vermutlich nicht verhehlen. Naja, wäre ja schlimm, wenn man alles perfekt könnte, gelle?

Während des Einpackens (und auch noch danach, weil kurz vor dem Ende) habe ich „Die Arena“ von Stephen King zuende gehört. Ein fantastisches Buch über eine durch eine undruchdringliche (aber durchsichtige) Kuppel komplett von der Außenwelt abgeschnittene Kleinstadt. Faszinierend, wie detailliert und realitätsnah King die diversen Machenschaften, Machtkämpfe und menschlichen Schwächen beschreibt – beängstigend, weil er vermutlich komplett recht hat. Das Buch wird von David Nathan großartig vorgetragen und ich habe keine der 48 Stunden Laufzeit bereut – im Gegenteil, ich bin höchst enttäuscht, dass es nun vorbei ist. Gut, durch das audible-Abo ist zumindest das nächste Hörbuch schon runtergeladen…

Der restliche Abend stand dann unter dem Credo der Entspannung, mit TV, Abendessen und dem Warten auf Godot, äh, Girly. Hoffe, sie kommt gleich. Vielleicht feiern wir ja rein. Feiert auch schön – jeder Tag hat es irgendwie verdient 🙂

Keep on rockin` !!

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