Total Normal

Normalität. Was bedeutet das schon? Ist es normal, nur weil alles es tun? Und was tun schon alle? Klar, atmen, essen, trinken – im großen und ganzen war es das dann aber auch schon. Also: Kann man Normalität definieren, gar messen? Gibt es eine Skala, einen magischen Prozentwert, der die Grenze vom Außergewöhnlichen zum Normalen darstellt? Das kann je nach Thema eine heikle Fragestellung sein, sobald wir uns an Themen der Menschenrechte wagen – welche Religion ist denn normal? Islam, Christentum, Buddhismus … oder vielleicht sogar keine? Ist es Homo- oder Heterosexualität? Oder doch eher die Kombination? Genau, hier kann (darf) man sich gerne mal selbst eine für sich gültige Antwort geben, aber die wird nicht, niemals, auf gar keinen Fall, auf eine massive Mehrheit übertragbar sein. Ich gebe gerne zu, bewusst mit den umstrittensten Themen begonnen zu haben – damit mache ich die Problematik ganz einfach rascher deutlich.

Es gibt diese Fragestellung in jedem Lebensbereich, aber in den meisten sind die Kompromisse einfacher und die Auswirkungen eines Konflikts geringer (zumindest nicht so arg weitreichend, auch wenn sie Familien, Partnerschaften und Freundschaften stark belasten können – in der Regel löst das aber keine Kriege oder kriegsähnliche Anfeindungen aus). Allein daheim gibt es ein wahres Sammelsurium an fraglichen Situationen. Ist es für Männer normal, die Wäsche quer durch die Wohnung zu verteilen? Sind Frauen für den Abwasch zuständig? Muss der Fernseher immer laufen? Und warum ist der Klodeckel so oft oben? Für den einen ist es normal, für den anderen eine wahre Qual. Man sieht, das ist ein Mini-Ausschnitt einer ganzen Welt voller Möglichkeiten. Wie kommen wir nun trotzdem möglichst entspannt und konfliktfrei durch das Leben? Reden, miteinander reden, ist hier eine großartige Idee. Ausloten, was das Umfeld erwartet, mit den eigenen Ansprüchen vergleichen und durch den Austausch sinnvoller Argumente entspannt Kompromisse schaffen. Das funktioniert prima, ich spreche da aus Erfahrung. Und es ist keinesfalls eine persönliche Erniedrigung, mal den eigenen Standpunkt zu überdenken oder sogar trotz eigener Überzeugung von sich einzulenken. Im Gegenteil: Das kann die Tage wahrlich erfreulicher und schöner werden lassen. Beizeiten führe ich das Thema noch weiter aus.

Der Opener ist nun auch deshalb etwas länger geraten, weil im wahren Leben nichts außergewöhnliches passiert ist. Manchmal gibt es eben gar nicht soviel zu erzählen, einfach, weil ein „normaler“ Arbeitstag zwar neben den standardisierten Routineaufgaben auch Abwechslung bietet, die Details meiner täglichen Arbeit allerdings entweder (meiner Meinung nach) nicht wirklich interessant für diesen Blog sind oder (ärgerlicherweise für meine Leser) einfach nicht erzählt werden dürfen. Für die interessanten Neuigkeiten habe ich die ein oder andere Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet, so dass es sicherlich nicht allzu ratsam ist, diese in einem öffentlichen Blog breitzutreten 😉

Deshalb nur soviel: Ich habe in vielen Meetings gesessen über Unsummen gebrütet und muss die Ergebnisse morgen mit der Leitung diskutieren, bevor es nächste Woche die wichtige Präsentation im schönen Heidelberg gibt. Nach dem Job durfte McFit meinen Kumpel und mich mal wieder begrüßen und es war heute ärgerlicherweise sehr voll. Die komplett übergelaufene Herrentoilette trug auch nicht zum Wohlfühlen bei, man watete förmlich durch die Hinterlassenschaften der Vorgänger … brr, meine schönen Schuhe. Heute waren es 45 Minuten auf dem Ergometer, Rekord für meinen Buddy und 23km für mich – echt ok. An den Kraftstationen war es massiv voll, viele mehr oder weniger hübsche Jungs und Mädels. Glücklicherweise hatte ich mit Darkside Park mein neues Hörbuch auf das iPhone geladen, so wurde die Wartezeit nicht allzu lang … auch wenn ich mir noch nicht wirklich sicher bin, was ich von diesen Short Psychothrillers halten soll … muss noch ein wenig mehr hören, bevor ich ein adäquates Urteil abgebe.

Um 19.30 ging’s erstmal zum Dönerhändler (war glaub ich ein Inder … zieht wahrscheinlich besser, als ne Chicken Tikka-Bude ;-)), ein leckeres Fitnessbrötchen holen … gesünder geht’s aus meiner Sicht eigentlich nicht: Fleisch, Salat, etwas Brot … alles, was der Körper nach einem harten Training benötigt. Zum Tagesabschluss schaue ich die EuropaLeague und lese ein wenig. Also eben alles normal, alles wie immer. Zumal, wenn das Girly Nachtschicht hat.

Morgen klingt dann die Arbeitswoche locker aus … hoffe ich zumindest. Und genau das wünsche ich auch euch. Keep on rockin‘ !!

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