Guter Rat … Teuer?

Ratschlag. Nein, nicht Radschlag, um Gymnastik geht es gerade nicht. Es geht eher um (mehr oder weniger) gut gemeinte Ratschläge, die entsprechenden Ratgeber und der Umgang damit. Wir sind von Ratgebern (Weisungsgebern, Richtungsweisern) umgeben, sobald wir in der Lage sind, klar zu denken und eigenständig zu handeln. Das fängt früh an, sehr früh, bereits im jungen Kindesalter. Sitz aufrecht, schling Dein Essen nicht so, mach das lieber so…alles Sätze, die man kennt und die man in erster Linie als persönlichen Angriff aufgefasst hat, nicht als sinnvollen Ratschlag. Dies liegt in der Natur der Sache, dass man sich als Kind oder Jugendlicher oft bevormundet und manchmal dem Erwachsenendenken gegenüber sogar überlegen fühlt. Nun muss man es in der Regel über sich ergehen lassen und mit der Zeit erkennt man sogar, dass der ein oder andere Tipp keine Drangsalierung, sondern tatsächlich eine sinnvolle Weisung dargestellt hat.

Mit dem Erwachsenwerden klingt das aber natürlich nicht ab (obwohl wir in unserer Schullaufbahn doch sicherlich noch jede Menge mehr Ratschläge erhalten haben, so dass es doch eigentlich für zwei Leben reichen sollte…), denn solange es ältere, erfahrenere oder vermeintlich weisere Menschen in unserem Umfeld gibt, werden immer wieder Situationen auftauchen, in denen wir in den Augen dieser Personen Verbesserungsbedarf haben. Nun ist es auch eine Charakterfrage, ob und wie der Gegenüber diesen Ratschlag formuliert, zum anderen wie wir darauf reagieren (wobei das eine in der Regel das andere bedingt). Werden wir höflichst auf eine alternative Möglichkeit der Handlung hingewiesen, so sind wir eher geneigt, diesen Tipp anzunehmen oder zumindest darüber nachzudenken. Versucht uns jemand, seine weitreichende Erfahrung massiv aufzudrängen, sind wir eher auf Ablehnungskurs – egal, wie fundiert der Ratschlag im Praxiseinsatz tatsächlich ist. Daraus ließe sich zweierlei lernen: Ratschläge freundlich, sachlich und angemessen geben ist der erste Schritt zu einer entsprechend netten Entgegnung und vermeintlicher Dankbarkeit. Für Hinweise und Tipps offen sein, andere Meinungen akzeptieren, respektieren und anerkennen und auf das entsprechende Verhalten spiegeln, ist der zweite Schritt. Da wir alle mal Ratgeber, mal Empfänger sind, würde es erheblich entspannter und optimaler laufen, sofern jeder danach handelt. Versuchen wir es doch mal…

Der Opener hatte übrigens wenig mit meinem heutigen Tag zu tun, vielmehr habe ich ein Interview mit dem FC Bayern-Stürmer Mario Gomez gesehen, der sarkastisch über die vielen Möchtegernratgeber der vergangenen Monate referierte. Das Spiel habe ich dann allerdings nicht geschaut, mit dem Girly ist nicht gut Fußball gucken 😉

Beruflich lief alles glatt, sogar glatter, als ich vermutet hatte. Danach düsten wir zu IKEA, um ein weiteres Regal für das Schlafzimmer besorgen – irgendwann muss ja mal etwas Ordnung nachhaltiger Art Einzug halten – dream a little dream … natürlich landete wieder viel mehr als geplant im Wagen, so dass es doch schon ziemlich teuer wurde. So ist das Leben, die Kaufhauspsychologie funktioniert auch bei den Schweden sehr gut … man, bin ich beeinflussbar. Wieder daheim gab es erstmal Nahrung, parallel läuft „Alt gegen Jung“ auf RTL – langweilt mich. Deshalb werde ich nun meine Erfüllung in paralleler Aktivität suchen. Sucht ihr mit? Keep on rockin‘ !!

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