Flattern im Wind

Fahnentanz. Was soll das denn? Naja, während ich nach der Absolvierung meines morgendlichen Sportprogramms im Studio so auf mein noch schuftendes Girly wartete und aus dem Fenster sah, erblickte ich eine deutsche Fahne, die drüben auf der anderen Straßenseite von der Herbstsonne angestrahlt wurde und fröhlich mit dem Wind tanzte. Wo mochte sie stehen? Die Blickrichtung von mir ging Richtung Villa Hammerschmidt, dem Zweit-Amtssitz unseres Bundespräsidenten hier in der schönsten Stadt am Rhein. Mein Sportstudio steht nämlich prominent am Bundeskanzlerplatz, ganz in der Nähe des Adenauer-Denkmals. Genug Geschichtsgeographie – die Fahne tanzte also, und wie sie da so im Wind flackerte, überkam mich das Gefühl: Heute wird ein guter Tag.

Dieses Gefühl sollte mich nicht täuschen. Nach dem Sport besuchte uns meine Ma, womit ein großer Teil des Tages schon in die richtige Richtung geleitet wurde – es ging in die City, zunächst mit ihr und dem Girly zum UNO-Bürgertag, wo wir umfangreich über die Tätigkeiten und Einsatzgebiete der verschiedenen Institutionen informiert wurden. Wenn man so davor steht, kribbelt es ja schon ordentlich in den Füßen und man würde gern an dem ein oder anderen Projekt im Ausland teilnehmen. Fürs erste haben wir zumindest jede Menge Infomaterial eingepackt, wovon ich nachher noch einiges lesen möchte.

Anschließend trennten sich unsere Wege, das Girly traf sich mit einer Freundin und ich ging mit Mama neben der Oper hervorragend türkisch essen. Schon seit Jahren wollte ich mal in das Restaurant, nun kann ich sagen: es lohnt sich. Wir hielten uns zwei Stunden dort auf und debattierten gewohnt heftig und emotional über die Möglichkeiten des interkulturellen Zusammenlebens in Deutschland. Stets ein kontroverses Thema, denn wo hören Integrationsforderungen auf und fängt Diskriminierung an? Nie vergessen, bei aller moralisch-christlichen Kultur: Bei uns herrscht Religionsfreiheit und eine klare Trennung zwischen Kirche und Staat – zum Glück!

Den Tag schmälerte das für uns natürlich nicht, nach dem Essen zogen wir wieder in die City, holten Fotos ab und vergruben uns ein wenig in unseren Buchhandlungen. Ich erwarb das großartig illustrierte Drehbuch von Terry Pratchetts „The Colour Of Magic“ im englischen Original, eine hervorragend durchdachte Ergänzung zum Film, sowie „Verbrechen“ des Rechtsanwalts Ferdinand von Schirach in der Taschenbuchausgabe. Bei Cafètiero gab es dann noch nen Kakao, bevor wir zurück nach Hause fuhren – schließlich war es schon fast sechs und Mama hatte noch 130 km Heimfahrt vor sich.

So verabschiedeten wir uns voneinander und ich machte mich an die Aufgabe, das gestern gekaufte IKEA-Regal zusammenzubauen und die Fotos im Flur aufzuhängen. Nachdem das erledigt war, musste ich noch Getränke besorgen und einige weitere Kleinigkeiten erledigen. Das setze ich gleich noch fort, weshalb ich hier nun abschließe und den Abend sinnvoll nutze. Keep on rockin‘ !!

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