Herz … Infarkt … Risiko

Herzschlagfinale. Nichts anderes kann ich finden, um den Tag besser zu beschreiben. Am TV konnte ich so etwas schon häufiger erleben, meistens im Zusammenhang mit Sport, dem FC Bayern oder den Fußballnationalmannschaften – jeweils sowohl positiv, als auch negativ. Im wirklichen Leben, außerhalb der Mattscheibe, wird man damit sehr viel seltener konfrontiert, da solche Entscheidungen in letzter Sekunde nicht allzu oft vorkommen und wenn, dann nicht zwangsläufig um einen herum. Interessant auch, dass das in erster Linie beim Sport geschieht, dem normalerweise emotionalsten und fairsten Bestandteil des Lebens – auch wenn es natürlich massive Ausnahmen gibt. In der Wirtschaft, Partnerschaft oder im trauten Kreis mit Freunden ist das Leben berechenbarer und selbst Überraschungen treten in der Regel nicht so unglaublich elektrisierend und plötzlich auf.

In einem Sport wie Basketball konzentriert sich die Entscheidung häufiger mal auf die letzten Sekunden, wenn zwei gleichwertige Teams aufeinandertreffen und sich keine Mannschaft entscheidend absetzen kann. Aber selbst so war es heute nicht wirklich. Es war einfach pures Adrenalin. Was? Nun, die Baskets aus Bonn hatten ein Heimspiel gegen Phoenix Hagen und auf dem Papier versprach dies tatsächlich eine enge Partie zu werden. Bestätigte sich dies im ersten Viertel, mit nur einem Punkt Differenz am Ende, so schien das Spiel zur Halbzeit allerdings zugunsten der Ruhrstätter entschieden – mit selbst für Basketball enormen 23 Punkten Vorsprung gingen die Hagener in die Kabine, während sich das Publikum im Telekom Dome die Seele aus dem Leib pfiff. Nach geschätzt 15 Frust-Kölsch riss man sich auf den Rängen aber, wie aus Bonn gewohnt, zusammen und unterstützte das Team von der ersten Sekunde der zweiten Hälfte lautstark und ohne Unterbrechung. Damit nahm der Wahnsinn seinen Lauf. Im dritten Viertel kämpften sich die Baskets unter tosendem Jubel auf sechs Punkte heran (auch wenn der Hagener Dreier in letzter Sekunde ein kleiner Stimmungsdämpfer war) und im Schlussviertel, wo auf beiden Seiten reihenweise Spieler wegen ihrer jeweils fünften Fouls das Feld vorzeitig verlassen mussten, wogte das Match hin und her. Noch zwei Minuten vor dem Ende führte Hagen mit fünf Punkten, aber dann, als die Stimmung ihren Siedepunkt erreichte, verteidigten die Bonner bärenstark, suchten den raschen Abschluss und gingen sechs Sekunden vor dem Ende tatsächlich mit 103:102 in Führung – Wahnsinn! Der letzte Angriff gehörte den Gästen, doch der versuchte Dreier landete am Ring. Die Halle stand Kopf, tobte, hüpfte umher und konnte ihr Glück nicht fassen – mich eingeschlossen!

Mit diesem Hochgefühl ausgestattet machte ich mich auf den Heimweg, der seltsamerweise auch nur 12 Minuten in Anspruch nahm. Entweder, ich bin unbemerkt viel zu schnell gefahren oder es war wirklich unnatürlich frei auf den Straßen. So konnte ich noch einige Zeitschriften, meine Drogen, besorgen und zuhause in Ruhe das Aquarium mit Wasser befüllen. Ich hatte es am frühen Nachmittag geleert, gesäubert und neu dekoriert. Leider haben die Schnecken diese Prozedur nicht gut überstanden, da muss ich vorsichtiger werden 😉

Nachdem ich eben Toasties mit Wurst vertilgt habe (was mein morgendliches Sportprogramm eventuell wieder zurückgeworfen hat) werde ich nun noch ein wenig Harry Potter laufen lassen (PRO7) und die erwähnten Zeitschriften lesen. Vielleicht teste ich auch noch das AV-Kabel am iPad – sah heute Mittag schon vielversprechend aus…

Bleibt zu sagen, dass das Wochenende extremst zu kurz war und ich vermutlich noch lange wach bin. That’s life … kommt gut in die neue Woche, ich werde es euch gleichtun. Keep on rockin‘ !!

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