Bahn … Auto … Fahrt

Autobahn. Die vermeintliche (aber nicht tatsächliche) Erfindung der Nationalsozialisten, gleichzeitig Erleichterung und Geißel der deutschen Bevölkerung. Erleichterung, weil man vermeintlich schnell und komfortabel quer durch das Land (und inzwischen auch durch fast ganz Europa) kommt. Geißel, weil man an vielen Stellen eher steht, als fährt, denn die Millionen rasender Blechlawinen fordern ihren Tribut. Ginge es uns ohne diese Transitstrecken schlechter? Vermeintlich nicht, nur anders. Zumindest vertrete ich die These, dass den Autobahnen ein großer Anteil daran gehört, dass in der heutigen Arbeitswelt Flexibilität groß und Ortsbindung sehr klein geschrieben wird. Ist das nun ein Gewinn? Hier tendiere ich zu „nein“, auch wenn ich mich nach fünf Jahren inzwischen in meiner neuen Heimat zurechtgefunden habe – dennoch wäre ich nicht freiwillig hingezogen (nun will ich vermeintlich nicht mehr weg).

Heute zog es mich allerdings kurzfristig weg und da es Autobahnen gibt und mein Unternehmen deutschlandweit gestreut ist, ging es mit dem PKW nach Heidelberg. Da wir Chefins Dienstwagen benutzt haben, konnte ich nicht selbst fahren, was für mich in der Regel eher Qual als Erholung darstellt, da ich prinzipiell schon nicht so wahnsinnig gerne Auto fahre und mich die Mitfahrt als Beifahrer erheblich langweilt. Da kann es noch so interessante Gespräche, Ausblicke oder Diskussionen geben, sie lenken nicht von meinen Rückenschmerzen, der Eintönigkeit und der Zeitverschwendung ab. Nein, ich bin kein Freund dezentraler Arbeitsorganisation. Glücklicherweise war das Meeting knapp und erfolgreich, so dass ich gegen 18.30 Uhr schon wieder zuhause war und sogar vorher noch mein Paket bei unserem Paketshop abholen konnte. Dort bin ich sehr gerne, denn nachdem ich mich im ersten Jahr meines Umzugs nach Bonn dort massiv mit dem (sich in meinem Alter befindlichen) Besitzer darüber gestritten habe, ob Rosenmontag ein Werktag ist. Als Dortmunder Jung konnte ich natürlich nicht nachvollziehen, dass mein Paket nicht abholbereit war – für ihn als Rheinländer ist Rosenmontag aber selbstverständlich ein verkappter Feiertag. Kurzum verstehen wir uns seitdem prima und ich brauche bei Abholungen nicht einmal mehr meinen Ausweis … so können lautstarke Meinungsverschiedenheiten auch mal positive Effekte nach sich ziehen … nett 🙂

Da mich lange Autofahrten immer etwas schlauchen, stand der Abend unter dem Motto der Entspannung, was für mich ein wenig Home-Sport bei gleichzeitigem King of Queens-Konsum und anschließendem Tagesausklang mit Abendessen und Girly bedeutet. Damit ist also schon wieder ein Mittwoch nahezu verstrichen und die Woche neigt sich ihrem Ende zu. Manchmal ist er schon suspekt, dieser ewig gleiche Lauf der Welt, wo sich die einzelnen Tage nur durch Nuancen voneinander unterscheiden und man schon eine gehörige Portion Anstrengung und Selbstmotivation mitbringen muss, um eine schöne, werthaltige Differenzierung oder Aktivität zu vollziehen. Schwierig, mit einem geregelten Beruf. Aber nicht unmöglich. Ich arbeite daran. Keep on rockin‘ !!

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