Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Variable Künste

Kunstfertig. Gemälde, Skulpturen, Gebäude, Parkbänke. Alles kann man zu Kunst werden lassen, über vieles lässt sich trefflich streiten. Man kann es abstoßend oder inspirierend, schön oder hässlich finden. Man kann die Gedanken und Gefühle des Künstlers in seinen Werken erkennen, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass man nur kopfschüttelnd davor steht und sich die Beweggründe nicht einmal annähernd erklären kann. Kunst ist Leben und Leben ist Kunst, jeder ist ein Künstler, auf seine (manchmal selbst für einen selbst vollkommen unentdeckte) Art und Weise.

Ich habe mich heute in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten, in der momentan Afghanistans verlorene Schätze ausgestellt sind. Wer auf Schmuck und andere Wertsachen steht, wird seine helle Freude an den goldenen, wertvollen, alten Kunstwerken haben. Mein Lieblingsort im Museum ist allerdings der zugehörige Buchladen, wo ich mich mit drei wirklich wertvollen Kunstbüchern eingedeckt habe – sämtlich Fotografien, aber vollkommen unterschiedliche Stile. „As I see it“ von John Loengard ist eher ein klassisches Fotobuch, Loengard ist einer der besten Fotografen der Welt, seines Zeichens 1934 geboren und LIFE- sowie TIME-Mitarbeiter. Francoise Huguier´s Buch „Kommounalki“ dagegen liefert tolle Farben und beschreibt in Fotos das Leben in St. Petersburgs Kommounalkis, einer WG-ähnlichen Wohnform, die die östlichen Wohnverhältnisse in ihrer für unsere Augen ganzen Härte zur Schau stellt. Huguier´s Fotos sind brilliant, fangen den Augenblick ein und lassen einen hoffen, niemals selbst dort wohnen zu müssen. Zu guter Letzt ein großer Bildband von Mark Steenerson, der in „The Cement War“ über Zeichnungen, Fotos und kurze Statements eine fesselnde Geschichte seines Lebens preisgibt.

So habe ich nun einiges zum Schmökern und kann einen schönen Platz in der Wohnung suchen. Den Nachmittag haben wir dann in Bonn verbracht, wo die wunderschöne, neu eröffnete Thalia-Buchhandlung in meinen Augen das neue Highlight in der Bonner Geschäftswelt darstellt. Sie hat im ehemaligen METROPOL-Theater eröffnet, einem sehr alten Spielhaus, um dessen heutige Nutzung ein jahrelanger Streit tobte, währenddessen es komplett brach lag. Die Architekten der Buchhandlung haben es tatsächlich geschafft, alte Deko-Objekte mit moderner Einrichtung und fantastischen Lichteffekten zu einem Kleinod in der deutschen Kaufhauswelt zu machen. Insbesondere die zwei Theaterstuhlreihen auf der Empore, von denen man die untere Etage überblicken kann, lassen einen einen Moment verweilen, die Hektik vergessen und die alte Dekoration genießen.

Wieder daheim gibt es gleich Abendessen und dann wird nur noch relaxt, denn morgen helfen wir den ganzen Tag beim Umzug, bevor es Abends auf das Scorpions-Konzert in der Lanxess Arena Köln geht. Wünscht mir Spaß und Kraft, genießt euren Samstag. Keep on rockin´ !!

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