Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Schnee – das tut weh !

Weiße Pracht. Im Allgemeinen auch Schnee genannt oder eher die Bezeichnung für durch Schnee gepudert wirkende Landschaften. Alles glänzt und leuchtet, sieht malerisch aus und wirkt einladend. Zumindest wenn man aus dem Fenster schaut, im Warmen sitzt. Und der Schnee frisch ist. In den Bergen, den Alpen zum Beispiel, ist Schnee vermeintlich wahrhaft etwas schönes, die Seele aufhellendes. Wie er selbst die Nächte heller erscheinen lässt und über Monate wie mit der Umgebung festgewachsen zu sein scheint. Ja, das ist nicht schlecht – auch wenn dort natürlich dennoch das Problem mit der damit einhergehenden Kälte bleibt – wer braucht die? Doch selbst hierfür gibt es Gegenmittel, warme Kleidung und Jagertee, so ist also gegen Schnee in bergigen Gegenden nichts zu sagen. Ein Stück weit gehört er da auch hin. In die Stadt aber gehört er nicht.

Warum? Schonmal nach dem Schneefall in einer Stadt gewesen? Zu Fuß? Wisst ihr, wie das nach einigen Minuten aussieht? Die Abgase, der Dreck, das ständige darüber fahren macht den Schnee schwarz, braun, schmierig, kurzum, zu einer ekelhaften Masse, die nichts malerisches mehr hat. Egal, wie lange es schneit, egal, ob zu Beginn noch die ersten Dreckhaufen wieder eingeschneit werden, irgendwann hört es auf zu schneien und der Rotz beginnt. Nein, dem kann ich nichts abgewinnen, Schnee in der Stadt ist einfach nur nervig, unschön anzusehen, gefährlich (weil entweder man selbst oder die anderen Verkehrsteilnehmer nicht damit umzugehen wissen) und, das hatte ich bereits erwähnt, kalt. Wie könnte ich mich also darauf freuen? Nur weil die Rheinauen und die Wälder wunderschön aussehen, es aber eine Qual ist, dorthin zu gelangen? Ganz sicher nicht.

Leider hat es heute Nacht gleich mal ordentlich geschneit, so dass genau obiges Bild entstanden ist. Aus dem Fenster sah alles nach Winterwonderland aus, aber nach dem Tritt vor die Tür war jegliche Romantik dahin. Ein eisiger Wind wehte mir ins Gesicht, mein am Straßenrand geparktes Auto war komplett zugeschneit und beim Befreien desselben hatte ich alle Mühe, den Autos in meiner 30er-Zone aus dem Weg zu springen, um nicht von oben bis unten mit Schneematsch verziert zu werden – das kommt nämlich im Büro nicht wirklich gut. Nachdem das Auto einigermaßen befreit war, ging das Theater auf der Straße weiter. Dreißig Minuten bis in unsere Zentrale, weil die Leute sich bei diesen Witterungsverhältnissen nichts mehr zutrauen – obwohl die Hauptstraßen längst frei waren. Normalerweise bin ich in zehn Minuten da…

Nachmittags in der City, wo ich stolz mein Apple TV abholen konnte (und es jetzt übrigens gerade in vollen Zügen genieße), ein ähnliches Bild. Der Schnee lockert keine Gemüter, sondern zaubert Grimassen in die Gesichter der Menschen. Den meisten ist nämlich tatsächlich kalt und sie wollen nur ins Warme – und das ist auch nur daheim wirklich angenehm, denn überall anders ist es voll. Logisch, nahezu alle strömen in die Cafés, Kneipen, an die Glühweinstände und ins Restaurant. Alles, nur nicht frieren. Selbst die ansonsten recht lockeren Gravis-Mitarbeiter waren heute irgendwie mufflig drauf, was aber mein Glück nicht schmälern konnte. Zu lange hatte ich mich auf das Gerät gefreut.

Dass es tadellos funktioniert, ist quasi das „icing on the cake“, der Ton ist super, das Bild (je nach Quellvideo) glasklar und die Bedienung kinderleicht. Nun mag so mancher behaupten, dass es mal wieder ein Produkt aus Cupertino ist, das niemand braucht, aber ich zumindest erfreue mich daran. Gebraucht hätte ich es in der Tat nicht, aber alles, was mir ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, ist in meinem Haushalt herzlich willkommen.

So harre ich der Dinge, die an diesem Abend und dem anstehenden Wochenende so kommen, werde an beiden Tagen zum Sport gehen und ansonsten die Freuden des Lebens suchen. Ich wünsche euch selbiges. Zum Schluss noch ein Gedicht, das mir heute beim Anblick des weißen Zeugs so in den Sinn kam:

Es schneit
Alles ist Weiß
Was für ein Scheiß
Mach Dich bereit

Gleich wird gefroren
Muss jetzt da raus
Blieb gern zuhaus
Für Sommer geboren!

In diesem Sinne, keep on rockin´ !!

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