Von Osten her zieht’s

Ostwind. Es zieht so kalt um den Kopf herum, dass man in kürzester Zeit sämtliche Gesichtsnerven zur Verkrampfung bringt, nur um sich etwas gegen dieses qualvolle Gefühl zu wehren. Die Ohren, wenn ungeschützt, drohen extrem schnell einzufrieren und senden permanent nur noch eine einzige Meldung ans Großhirn, die da lautet: Schmerz!! Sämtlichen Linderungsversuchen zeigen die Winde im wahrsten Sinne des Wortes die „kalte Schulter, indem sie aus allen Richtungen gleichzeitig zu kommen scheinen und jede lose sitzende Mütze entweder vom Kopf fegen oder unter sie eindringen und für einen unerträglichen Kältewirbel auf dem Kopf sorgen. Jedes auch nur minimal luftdurchlässige Kleidungsstück birgt nun Potenzial zum Selbsthass, wünscht man sich doch nichts sehnlicher, als luftdicht verpackt zu sein – außer der Tatsache, ins Warme zu verschwinden. Berlin ist berüchtigt für seine erbarmungslose Hilfosigkeit in der Abwehr der Ostwinde. Ein eisiger Wintertag in der Hauptstadt bei unbedacht falscher Kleidung gleicht manchen Foltermethoden und ließe so manchen seine tiefsten Geheimnisse gestehen.

Kommt man aus einer Stadt mit gemäßigtem Klima, in meinem Fall aus Bonn, wo die Kölner Bucht stets für mildere Temperaturen und viel weniger Wind als überall im weiteren Umkreis sorgt, erschüttert einen schon die vermeintlich extreme Kälte einer Stadt wie Dortmund. Ich bin heute früh bei -3 Grad und Windstille losgefahren, was ich als normal empfunden habe. Die -6 Grad bei meiner Ankunft in der Königstadt des Ruhrgebiet ließen mich bereits beim Aussteigen erstarren, nein, förmlich zusammenzucken, denn der Wind ließ es wie -20 Grad erscheinen. Dementsprechend verbrachten meine Mom und ich ihren Geburtstag in erster Linie in Cafés, Geschäften und der Wohnung. Dennoch war es ein sehr schöner, angenehmer Tag mit abwechslungsreichen Gesprächen und viel Spaß. Als sich dann Daddy noch zu uns gesellte, nahm der Unterhaltungswert sogar noch zu – alles in allem ein kurzweiliger, schöner Tag.

Am frühen Abend ging es dann wieder in wärmere Klimazonen, also nach Hause, wobei die verschiedenen Staus den Heimweg etwas verleideten und zudem einen Besuch bei den Telekom Baskets verhinderten. Schade, aber die Jungs haben sowieso verloren. Nun gilt es, dem Rücken noch etwas Entspannung zu gönnen, da die lange Autofahrt für mich stets ein Stückweit qualvoll ist. Deshalb gibt es auch nur noch ein paar Kleinigkeiten zu essen und etwas Erholung, denn morgen steht wieder ein anstrengender Arbeitstag vor der Tür. Ich werde darüber berichten. Keep on rockin´ !!

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