Eigentlich schon vorbei

Jahresrückblick. Unternimmt man den eigentlich völlig automatisch und sinniert darüber, was in diesem Jahr alles geschehen ist? Denkt darüber nach, welche persönlichen High- und Lowlights es gegeben und wie man das Weltgeschehen wahrgenommen hat? Oder wird man erst durch die sich ab Anfang Dezember häufenden Jahresrückblicke im Fernsehen dazu animiert, dieses Jahr quasi ferngesteuert Revue passieren zu lassen? Individuell unterschiedlich, steht zu vermuten, auch wenn man davon ausgehen kann, dass die wenigsten ohne die entsprechenden Fernsehshows bereits jetzt innehalten und zurückblicken würden. In der Regel ist das wohl eher ein Silvesterphänomen.

Gestern läutete Herr Kerner, kurz JBK, auf SAT1 den Reigen der unzähligen Sendungen dieser Art ein und auch wenn sie nicht einmal langweilig war stellt sich schon die Frage, ob der 02. Dezember nicht ein wenig zu früh dafür ist. Immerhin steht noch ein ganzer Monat aus, der in der Vergangenheit sowohl schönes, als auch dramatisches zu bieten hatte. Aber sei’s drum, auch JBK und die Gäste wollen mal in den Urlaub, klammern wir den 12. Monat also einfach aus. Neben den beiden chilenischen Bergleuten (unglaublich, wie charismatisch Mario Gomez ist), der NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und diversen B- und C-Promis (wo gehören Fußballnationalspieler hinein?) beeindruckte mich der ehrlich niedergeschlagene Auftritt von McFit-Chef Schaller, der als LoveParade-Veranstalter unmittelbar Betroffenen der Katastrophe von 2010 gegenüber saß und um Fassung bemüht seine Sicht der Dinge darstellte.

Respekt, denn aus meiner Sicht trägt er am Verlauf der Panik keine Schuld – hier scheinen eher Stadtobere (Planer) und Ordnungshüter versagt zu haben. JBK machte am Ende mit einer unverschämten, unsensiblen Frage allerdings deutlichst klar, warum ihm gekünstelter Möchtegernjournalismus und fehlende Sensibilität nachgesagt wird. An Schallers Stelle wären andere sicherlich aus der Haut gefahren, umso bewundernswerter seine auch hier gefasste Reaktion. Nach den Auftritten von Unheilig und den Fantastischen Vier schloss die trotz JBK ordentliche Sendung mit dem unvermeidlichen Abgesang der Gestorbenen und als Zuschauer wurde man sich selbst überlassen.

War es der Zeitpunkt für die eigene Revue? Nein, eher der für das Bett. So wurde der letzte Tag der Arbeitswoche dann entspannt angegangen und verlief, wie so oft, sehr ruhig. Die Jobroutinen waren schnell erledigt und daheim hieß es, ein paar Wochenendvorbereitungen zu treffen, in Form der Schaffung von etwas Ordnung und Sauberkeit, garniert mit ein wenig Optimierung der Wohnzimmer-Soundgestaltung – das AppleTV soll doch seine Qualitäten auch über die Anlage ausspielen. Dafür musste ich mich allerdings noch kurz zu Conrad begeben, einige Kabel besorgen.

Als endlich alles fertig war und nun guter Sound aus allen Quellen sprießen konnte, wurde der erholsame Teil des Wochenendes eingeläutet. Das Essen wartet und die Abendplanung kann beginnen. Schön. Keep on rockin‘ !!

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