Winterzeit – Sommer weit

Konstant. Im Sinne von dauerhaft, sich kaum verändernd. So kroch die Kälte vor gut einer Woche in unsere Breitengrade, brachte Schnee und Eis mit und lässt das Land nun mal mehr, mal weniger hübsch gepudert zittern. Es scheiden sich die Geister, ob man nun Fan, Feind oder neutraler Beobachter dieser Wetterverhältnisse ist, schon weil es nicht pauschal gut oder schlecht ist. So sieht ein schneeüberzogenes Siebengebirge einfach märchenhaft aus und die Drachenfelsburg mittendrin macht die Illusion perfekt – man erwartet förmlich, den Hauptfiguren aus Grimms Märchen im Milchhäuschen beim Kaffee zu begegnen. Dazu der Rhein, Vater aller Flüsse, dem im Winter ein schier magisches Glitzern anheim fällt, als würde er dem fröstelnden Betrachter verschmitzt zuzwinkern.

Straßen hingegen, inzwischen mehr schwarz als weiß, von Matsch überzogen und rutschig wie eine Glitschmassage zeugen von der Tötung der winterlichen Romantik in Städten. Sich draußen bewegen wird zur Tortur, man stapft durch eklige Masse und kann sich an diesem Anblick wahrlich nicht erfreuen. Natürlich, man kann eben geteilter Meinung über einen richtigen, schneereichen Winter sein, aber es kommt hierbei insbesondere  auf den persönlichen Aufenthaltsort an. Dementsprechend führen Befürworter und Gegner des Schnees auch keine Diskussion auf Augenhöhe – die Standpunkte und Prioritäten sind wenig vergleichbar.

Ich habe heute versucht, in der Stadt etwas Zubehör für mein neues iPhone zu bekommen und musste deshalb zwangsläufig nach draußen, in die Kälte. Schlimmer als die wog jedoch die schier unglaubliche Menschenmenge in Bonns City, offensichtlich angezogen von einem der schönsten Weihnachtsmärkte der Umgebung. Für mich hieß das fast 40 Minuten Parkplatzsuche und Gequetsche in den Gassen. Ich trotzte diesem Wahnsinn durch schnelles Ausweichen, intelligente Kassenrecherche und einen Schluck Kakao am Glühweinstand. Dann ging es ab nach Hause, wo ein wenig mp3-Recherche anstand und nun etwas digitale Ordnung geschaffen wird. Irgendwie flog der Tag gehaltlos an mir vorbei. Schade. Mal sehen, was der Sonntag bringt. Keep on rockin´ !!

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