Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Ein letzter Schritt hinaus…

Jahresende. Da geht es nun also hin, dieses Jahr. Nur noch etwas mehr als ein Tag ist zu begehen, dann wird 2010 unweigerlich der Vergangenheit angehören. Es war, sicherlich für den größten Teil der Menschheit, ein normales, kaum großartig erwähnenswertes Jahr, das den wenigsten nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Was schön ist, in der Regel. Warum? Die Vermutung liegt nah, ob der emotionalen Verbindung mit Ereignissen, dass bevorzugt negative Erlebnisse langanhaltend im Gedächtnis verweilen, während die „normal“ positiven Erlebnisse schnell als erwartete Umstände abgehakt werden und langsam verblassen. Lediglich überaus erfreuliche Dinge, vielleicht Hochzeiten, Geburten, die Überwindung schwerer Krankheiten oder der absolute, unbeschreibliche Traumurlaub besitzen die Chance (oder gar Wahrscheinlichkeit), auch in fernerer Zukunft noch untrennbar mit diesem nun scheidenden Jahr verbunden zu bleiben.

Aber für die anderen, die weder besonders gute, noch besonders schlechte Momente, Nachrichten oder Ereignisse zu ihrem Jahr zählen können / müssen, geht es unspektakulär zuende, ohne Wehmut, ohne Freude. Der allseits gepriesene Neuanfang mit guten Vorsätzen, das Durchschnaufen im Sinne von „endlich ist dieses Jahr vorbei“ findet nicht statt. Muss auch nicht stattfinden. Ein Tag geht, ein neuer kommt. Wie jeden Tag, unaufhaltsam, uns auf unsere wahre, richtige Größe zurechtstutzend. Was wird anders, was wird neu? Gesetze ändern sich, Geld wird von links nach rechts geschaufelt, eine Fußball-WM in Deutschland steht an, die keinen wirklich interessiert. Also alles beim Alten.

Natürlich wird es Veränderungen geben, Weiterentwicklungen, auch Rückschritte und schmerzvolle Tage. Es wird wieder regnen, vielleicht weiter schneien, sogar die Sonne wird dann und wann scheinen. Freunde werden hoffentlich bleiben, aber alle werden wir wieder etwas älter. Vielleicht verändern sich sogar nachhaltig Interessen oder etwas gänzlich unerwartetes tritt ein – wer weiß das schon? Nur in 2010, da war alles normal. Bei mir. Naja, fast alles. Ich bin glücklich in meinem Job. Das ist anders. Seit ich im Rheinland bin. Ich bin erstmals glücklich in meinem Job, ich habe erstmals nicht einen Tag ernsthaft über eine berufliche Veränderung nachgedacht. Über Weiterentwicklung schon, aber ein Wechsel stand nie zur Debatte. Ich bin im Dezember 2009 dorthin gekommen, habe also in 2010 ein ganzes Jahr im selben Bereich verbracht – fast ein Wunder. Seit meinem Wechsel in das Rheinland, 2005, ist mir dies nicht gelungen. Woran es lag? Zur falschen Zeit am falschen Ort. Derzeit passt alles. Kann ein Vorsatz für 2011 werden. Lass es weiter passen, dabei ein wenig positive Entwicklung, dann brauche ich mir um dieses Thema keine Sorgen zu machen. Sieht gut aus.

Urlaub fehlt mir. Der Schnee, die Krankheit, die Umstände – das alles hat dafür gesorgt, dass ich am Esstisch sitze und darüber sinniere, was die Jahre bringen und wie man das morgige Silvester begehen kann. Lieber würde ich auf Teneriffa sitzen und die Jahreswechselplanungen dem Hotel überlassen – hat wohl nicht sollen sein. Nächstes Jahr wieder, hoffentlich bereits früh. Zu morgen fehlt mir jegliche Inspiration. Meine Eltern treffen gleich ein und am liebsten würden wir zu einer Veranstaltung. Nur ist es leider alles etwas kurzfristig, die Oper, das Springmaus-Theater, alles ist bereits ausverkauft. Ich habe an unser Lokalradio geschrieben, vielleicht haben die ja eine Idee oder können sogar helfen. Das wäre lustig.

Ich wünsche euch einen hervorragenden letzten Tag des Jahres 2010. Haltet kurz inne und macht gedanklich mal Station, um das Jahr Revue passieren zu lassen. Manchmal lohnt es sich. Meistens nicht. Lasst euch überraschen. Keep on rockin´ !!

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