Moderne Historie

Prag. Immer wieder eine Reise wert, eine wunderbare Stadt, in der man Historie atmen und Moderne erleben kann. Ich war skeptisch, denn es ist Januar. Habe befürchtet, es könne zu kalt sein. Oder regnen. Vielleicht sogar beides. Aber das tut es natürlich nicht, Prag zeigt sich von seiner besten Seite, fast wie im Frühling. Sonne glitzert bei der Landung durch die Wolken, es ist 10 Grad warm und von Wind ist nichts zu spüren.

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Der Weg ins Hotel führt durch Stadtviertel, die noch sehr an Plattenbauromantik und eisernen Vorhang erinnern, wechselt dann aber rasch ins Klassische, als sich der Fahrdienst dem Zentrum nähert. Historische Gebäude, die ein oder andere Burg und vor dem Hotel Intercontinental kommt auch die Moldau in Sicht. Es dämmert, die Lichter brennen auf, Prag wird romantisch. Doch die Fahrt dauert an, führt in einen Außenbezirk auf der anderen Seite des Zentrums und endet schließlich vor dem Dorint Don Giovanni. Hier hause ich für zwei Nächte, ein Seminar wartet am Dienstag und Mittwoch auf mich.

Aber zunächst, nach einem minimalen Zwischenstopp im Zimmer, geht es zu Fuß in Richtung City. Google Maps erzählt etwas von 6,5km, Jawbone freut sich daher über rege Aktivitäten. Der Weg ist das Ziel, immer wieder stoppe ich und halte einen Moment im Bild fest, als sich langsam die Gebäude von langweilig in Richtung „wow“ wandeln.

DSC02354Ich werde schneller, als ich mich der Altstadt nähere und dort direkt wieder langsamer, denn diese wunderschönen Gassen, Gemäuer, den Flair und die Stimmung gilt es in sich aufzusaugen, zu genießen. Hier ist das alte Prag, das wahre Prag, das sich trotz der unzähligen Touristen treu bleibt und niemals überlaufen scheint. Es zieht mich zum Dom und auch noch zur Karlsbrücke – hier erhält ein demütiger Obdachloser ein paar Almosen, sein Hund rührte mein Herz. Wuffmaster, was hast Du mit mir getrieben?

Die Aussichten sind atemberaubend, schwer in Worte zu fassen, daher lasse ich Bilder wirken.

Auf dem Rückweg halte ich an einem original tschechischen Lokal, mit Live-Jazzmusik. Super stylish, tolles Essen, Pilsner Urquell kann man auch trinken und der Sound ist gigantisch. Was will man mehr? Natürlich musste ich die CD der Jungs erstehen, eventuell funktioniert ja auch der Video-Upload. Ein krasses WLAN hatten die dort übrigens auch, FaceTime-Telefonie mit meinem Girly war glasklar und sogar den Wuffmaster konnte ich kurz sehen – diese Erfindung ist wirklich etwas schickes.

Nach dem Essen ging es leicht angedudelt zurück zum Hotel, wieder 6,5 km. Jawbone berichtet von 26.000 Schritten an diesem Tag, all-time-record seit Dezember. So fühlen sich meine Füße aber auch an, Business Schuhe sind nur wenig geeignet für Gewaltmärsche. Was soll´s, nun geht´s ins Bett, morgen wird Englisch parliert. Na, das wird ja was werden.

Keep on rockin´
Ree

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