Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Haushaltsdebatte mit dem Afrikaner

Unfälle. 2010 hat es die Süddeutsche schon gewusst: Im Haushalt passieren mehr Unfälle als auf der Straße, sogar die Todesrate ist höher. Kaum ein Wunder, kann ich da nur sagen, wenn man sich so brutal verschwörende Mitbewohner sein Eigen nennt.

Friedlich habe ich heute beschlossen, ob einer aufkeimenden Krankheit meine Kollegen zu verschonen und im Home Office zu arbeiten, mich also nichts Böses ahnend an den Schreibtisch gesetzt. Einige Stunden ging das prima, Telefonate geführt, eMails beantwortet, einige Präsentationen erstellt und zwischendurch mit dem Wuffmaster interagiert. Doch kaum ging es auf den frühen Nachmittag und damit unaufhaltsam auf den Beginn des Wochenendes zu, als das Schicksal in Gestalt der Verkettung mysteriöser Umstände seinen Lauf nahm.

Ich arbeitete konzentriert an einem anspruchsvollen Thema, als der intelligenteste aller Wuffmaster mal wieder ein Geräusch vor dem Haus zu vernehmen glaubte. Auf der Stelle glitt er aus seinem zuvor lethargisch erscheinenden Schlaf, richtete sich blitzartig auf und wuffte wie ein Großer.

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In einem Anflug von jugendlicher Reaktionsschnelligkeit sprang ich auf, um diesem Gebell und dem normalerweise darauf folgenden Ansturm auf die Haustür unmittelbar Einhalt zu gebieten.

Im Zuge dessen verhakelte sich mein Fuß zunächst am Tischbein, wodurch ich das Gleichgewicht verlor. Die notwendige Gegenbewegung führte aber dazu, dass Fuß Nummer zwei unter der Sitzbank hängen blieb, ich mich vollends verdrehte und mit ordentlich Tempo (vermutlich elegant wie ein Rhinozeros auf Schlittschuhen) um den Tisch herum auf den dekorativ drapierten Afrikaner knallte.

Autsch. Nein, Auuuuuuaaaaaa!

Der Wuffmaster kam auf mein Gejaule hin direkt angesprungen, um sich mit zärtlichem Gesichtschlecken nach meinem Wohlbefinden zu erkundigen. Während ich so vor mich hin jammerte, musste ich bei dieser Geste natürlich direkt wieder lachen.

Blödes Vieh. Alles ausgelöst und dann auch noch Trostspender. Glück im Unglück, es ist nicht viel passiert – außer einem faustgroßen, schimmernden Fleck am Rücken bin ich noch heil.

Nun schmerzt zwar jede Bewegung, aber das Wochenende wird es mir nicht vermiesen können. Klettern und Allstar Day – die Aussichten könnten schlechter sein. Daher gibts zur Stärkung nun noch ein kleines Getränk und es wird ein wenig gechillt.e man der SZ entnehmen kann, hätte das auch anders laufen können.

In diesem Sinne, lasst es euch gut gehen und passt im Haushalt auf euch auf.

Keep on rockin´
Ree

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3 Antworten zu „Haushaltsdebatte mit dem Afrikaner“

  1. 92minii

    Hey 🙂 dein locker Schreibstil hats mir angetan, ich kam nicht aus dem Schmunzeln. Dein Post hat mich stark an meinen gestrigen Haushalts Unfall erinnert, bei dem jedoch nicht mein Rücken sondern mein Knie hin halten musste.
    In dem Sinne, auf hoffentlich bald heilende Gliedmaßen! Cheers!

    Antwort
      • 92minii

        Danke dir! Ach, ich wollte meinem Bruder, der gerade die Welt des Krabbels entdeckt vor dem Fall bewahren und bin wie eine Weltmeisterin auf dem Boden schlittern auf zur Rettung – nur kam es nie soweit, weil sich mir das Tischbein in den Weg kam und meinte mein Knie so gut wie zu zerschmettern! Das waren Schmerzen! -.-‚ Aber naja ich habs überlebt! 😀

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