Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Leicht und locker oder anders?

Stammtisch. Ein in Deutschlands Kneipenkultur fest verankerter Begriff für regelmäßige Zusammenkünfte (ja, oft auch Besäufnisse) derselben Leute zu immer gleichem Tag und Stunde (in der Regel untereinander schon als Stammtisch betitel), manchmal vom Wirt gar entsprechend durch die permanente Reservierung eines bestimmten Tisches gewürdigt, auf dem ein Utensil mit ebendiesem Begriff platziert wird.

Hier wird geklönt, sich ausgetauscht, oftmals Sorgen geklärt und neue Probleme ergründet. Manchmal auch einfach ein Ort des temporären Vergessens, ist doch die vertraute Gesellschaft ein Stück innere Heimat. Und dann und wann auch Zwang, denn einen Stammtisch lässt man nicht im Stich, man meldet sich ab und fehlt nie länger als zwei-, dreimal.

So etwas kann es auch auf der Arbeit geben. In anderer Form. So gibt es Kollegen, die sich regelmäßig morgens auf einen Kaffee in der Kantine treffen. Lose Runde, keine große Sache, möchte man meinen. Doch da es täglich geschieht, ist es mit Vorsicht zu genießen. Schnell entsteht der Eindruck, die Kollegen würden Arbeitszeit verplempern und untätig herumsitzen. Natürlich wird auch hier zu einem gewissen Teil privates ausgetauscht (was für ein gutes Betriebsklima aus meiner Sicht sowieso höchst wichtig ist), doch da ich morgens in der Regel ein Brötchen im Shop der Kantine kaufe, komme ich permanent an diesem Tisch vorbei und auch wenn man mich nicht rechtzeitig bemerkt, ist doch festzustellen, dass in der Runde sehr häufig fachliche Diskussionen laufen, die Probleme bis ins Detail umfassen.

Aus diesem Grund habe ich es mir zur Gewohnheit werden lassen, mich ab und an hinzu zu gesellen und in die Gespräche einzusteigen. Oftmals, da es sich um Kollegen unterschiedlicher Abteilungen handelt, bekommt man in diesem Kreis einen ganz anderen Blick auf Problemstellungen und Lösungsansätze, was die Veranstaltung als durchaus fruchtbar erscheinen lässt. Daraus folgend platziere ich immer mal wieder bei den jeweiligen Kollegen Inhalte aus den Gesprächen, mit dem Hinweis,wie wertvoll ich dies finde. Stets in der Hoffnung, diesen morgendlichen Treffen ihren etwas angekratzten Ruf ein besseres Gesicht zu verschaffen. Versteht ihr, was ich meine? Mir würde ohne diese Runden etwas fehlen; übrigens obwohl ich mich selbst manchmal darüber ärgere.

Der Tag sollte heute so eine Runde bringen, aber leider wurde ich den ganzen Tag in Termine verstrickt, so dass ich bis zur Heimfahrt keine Minuten entbehren konnte. Schade. Daheim war kurze Vorbereitung angesagt, denn schon kurz darauf erschien mein Buddy für einen Fußballabend. Erwartungsgemäß haben die Bayern gewonnen, daher waren die drei Pizzen und ein aufgeregter Wuffmaster die Highlights unserer illustren Runde. Während meine Freundin nun mit dem König aller Hunde auf der Couch schlummert, geht es gleich für mich an die nächste Studienaktivität. So kann ein Wochenende doch starten. Oder nicht?

Keep on rockin´
Ree

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