Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Silberstreif im Nebel

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Vernebelt. Kann ein Gedächtnis schon mal sein, wenn man versucht, sich zwanghaft an etwas zu erinnern, von dem man genau weiß, dass es in diesem vermaledeiten Oberstübchen vorhanden ist, es aber partout nicht an die Oberfläche der bewussten Wahrnehmung gelangen will. Sorgt dann gerne mal für Belustigung oder Verärgerung beim Gegenüber, der das gequälte Gesicht beobachtet und irgendwie schon eine Antwort erwartet. Dann und wann kommt dann auch eine, aber richtig gehaltvoll ist sie zumeist nicht. Ein Wort, eine Geste oder etwas Unbestimmtes kann hier einen Silberstreif bedeuten, der plötzlich die Erinnerung hinter dem Horizont erscheinen und langsam auftauchen lässt, bis sie schließlich wieder vollständig da ist.

Ganz ähnlich verhält sich die Natur, wenn sie uns mit einer düsteren, wabernden Suppe in den Tag schickt und uns glauben machen will, dass es diesmal nichts wird mit blauem Himmel, vereinzelten Wolken oder gar einem kurzen Aufblitzen der Sonne. Doch heute war so ein Tag, an dem mir der Silberstreif in Form eines wunderbaren Sonnenaufgangs über der Kennedybrücke vergönnt war. Unterwegs mit dem Wuffmaster, die große, absolut energiereiche Runde auf der Hundewiese absolvierend (am Wochenende gehören diese Runden am frühen Morgen zu meinen persönlichen Highlights), blickte ich mich dann und wann um und auf einmal stand ich richtig und erlebte einen perfekten winterlichen Moment. 1 Grad, ohne Wind, der Blick durch Bäume zur Brücke schweifend, öffnete die Natur genau zur richtigen Zeit eine kurze Lücke im Nebel und genau dort bahnte sich die Sonne ihren Weg, bis sie letztendlich aufgegangen war, rot und satt, aber ohne wärmendes Licht auf die Erde zu werfen. Ich stand wie gebannt und verfolgte das Schauspiel bis zu seinem Ende. Dafür allein lohnt es sich, das warme Bett zu verlassen und die kurze Fahrt zum Bonner Rheinufer zu unternehmen. Einfach großartig.

Der restliche Tag stand unter diesem Enndruck und war einfach schön. Wir haben Haribo geplündert, waren im Kottenforst unterwegs, außerdem habe ich noch ein Kellerregal bei IKEA erworben und aufgebaut, währenddessen die Telekom Baskets einen verdienten Sieg einfuhren (livestreams im Internet haben was). Zwischendurch beim Fußball hinein geschaut und mit Hilfe von youcook ein leckeres asiatisches Essen auf den Tisch gezaubert. Zum Abschluss eine weitere Runde mit meiner Freundin und dem Wuffmaster am Rhein/Sieg-Hafen und danach die verdiente Dusche genommen. Was will man mehr? Ok, der Keller ist Chaos pur und das Studium wurde verbachlässigt. Aber irgendwas muss ich ja auch morgen tun.

In diesem Sinne, keep on rockin‘
Ree

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