Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Morning glory

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Diesig. So gehört sich das im Februar. Eisiger Wind, der einem direkt klar macht, dass Winter ist und nicht irgendein Mix aus Frühling und Herbst. War ja in diesem Jahr noch nicht oft der Fall, daher wäre es müßig, sich zu beschweren. Außerdem hat es nur auf der Fahrt zur Hundewiese geregnet, beim Spaziergang dort dann nicht mehr. Hätte also alles noch schlimmer, da nass und kalt sein können. War es aber nicht.

Das ließ den Wuffmaster unbeschwert am Cäsar-Denkmal vorbeihüpfen und unten die Raben begrüßen. Ein kurzes Wettrennen, ein trauriger Blick und schon ging es weiter Richtung Rhein. Einfach nicht zu fassen, diese Biester. Ja, ein Leben als Hund kann manchmal so seine Hürden und Tücken haben. Was sich die Menschen davon abschneiden können, ist, dass sich unsere vierbeinigen Freunde davon nicht lange beeindrucken lassen. Um die nächste Biegung wartet doch schon das nächste Abenteuer, ein spannender Geruch oder einfach nur ein Hauch von Freiheit. Da kann es nieseln, düster sein, schneien oder Sonne zum Vorschein kommen: Dem Spaß tut das keinen Abbruch und der Moment ist das, was zählt.

Diese Erkenntnis kommt einem relativ früh, wenn man sich bewusst für einen Hund entschieden kann. Damit meine ich nicht (nur) früh am Tag, sondern bereits nach einigen Wochen Besitztums. Der Wuffmaster ist in der Lage, wahre Wunder im Kleinen vor Augen zu führen und die eigenen Sehnsüchte zu wecken. Natürlich sind nicht alle umsetzbar, aber es lohnt, ein paar neue Träume in petto zu haben. Auch für uns ist das Leben endlich und es lohnt nicht, permanent zu zögern. Irgendwann muss es mal los gehen.

Ich selbst habe immer gesagt, es ist ein unmögliches Szenario, dass ich in diesem Leben nicht zwischendurch im Ausland gelebt und gearbeitet habe. Amerika war immer mein Ziel, bevorzugt Nordamerika, aber auch Länder wie Uruguay, Costa Rica oder Belize hatten stets einen gewissen Reiz auf mich. Ob ich meinen Arbeitgeber davon überzeugen kann, dass ich dringend mal zwei, drei Jahre an einem solchen Ort arbeiten muss? Aber wie den Eltern erklären? Permanent 10 Stunden Flug für Familienbesuche kann auf Dauer anstrengen. Und was ist mit dem Buddy? Der hat Kinder, der kann nicht fort. Da sind sie wieder, die Zweifel. Man ist doch nicht so frei, wie der Wuffmaster, der mit einigen Quadratkilometern Wiese und Wasser zufrieden ist – unabhängig an welchem Ort, Hauptsache das Rudel ist dabei. Au wei.

DocIMG_0505h genug davon, zum Grübeln bleibt noch genug Zeit. Nun schaue ich erstmal retrospektiv, was die Dallas Mavericks mit den Sacramento Kings angestellt haben (NBA TV ist wirklich großartig) und kümmere mich um das Studium. Fröhlicherweise beginnt heute ein weiterer bis Oktober andauernder Kurs, der sich prima mit dem aktuellen überschneidet, der noch bis April andauert. Bedeutet: Noch weniger Zeit für alles andere. Juni 2015 wird, so alles glatt läuft, ein ziemliches Gebirge von meinen Schultern poltern – wenn ich nicht noch den Master hinterherschiebe … jucken tut es ja schon ein wenig 😉

Morgen früh wird es wieder düster sein, draußen, auf der Hundewiese – mit Freuden begebe ich mich dann auf die Suche nach dem Licht. Und der Freiheit. Und was sonst so kommt. Wird spannend. Immer.

Keep on rockin‘
Ree

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