Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Wenn Gedanken stören! (028/366)

Nachdenken. Überlegen. Grübeln. Vielen geht es so, dass sie sich selbst bei Kleinigkeiten das Hirn zermartern und bei richtig großen Problemen erst recht im Wege stehen. Wenn eine Frage die andere jagt, eine Abwägung die nächste nach sich zieht und man dadurch zu keiner Entscheidung gelangt, dann kann das durchaus zur Qual werden. Zu allem Übel beeinflusst man damit auch noch geliebte Menschen in der Umgebung, sei es durch Missstimmung, lange Wartezeiten, Gefühlsschwankungen oder auch die Situation, schwierig einzuschätzen zu sein.

“Dont think so much, that is not good“. Das sagte mir heute eine indische Verkäuferin im Souvenirshop. Und sie hatte recht, wog ich doch bereits seit Minuten das Für und Wider eines 3-EUR-Mitbringsels ab, ohne zu einer Entscheidung zu gelangen. Bin ich nicht spontan, nicht frei genug? Stehe ich mir durch mein permanentes Nachdenken selbst im Weg? Privat auf jeden Fall. Im Job bin ich lockerer, handle häufig instinktiv und bin dadurch zumindest halbwegs erfolgreich. Aber privat gelingt mir das selten bis nie. Dafür muss ich mich schon körperlich völlig auspowern, sonst bringe ich den Geist nicht zum Schweigen. Besonders fatal ist dies in sowieso schon belastenden Situationen, die man dann endlos wieder und wieder durchgeht, Fehler sucht, Wege ergründet und Sinnfragen stellt. Doch wie schaltet man das Hirn stumm, da man ja nicht rund um die Uhr um den Block rennen kann?

Der Psychologe Travis Bradberry hat in einer Studie belegt, dass die aus einem alten Groll herrührenden Gefühle eine pure Stressreaktion bewirken. Allein der Gedanke an das vergangene Ereignis versetzt den Körper in den Alarmzustand, der das Überleben sichert, wenn man sich einer akuten Gefahr gegenübersieht. Liegt das Ereignis jedoch in der Vergangenheit und wird die Stressreaktion aufrechterhalten, hat dies fatale Folgen für den Körper und führt im Laufe der Zeit zu erheblichen gesundheitlichen Konsequenzen. Beibehaltener Stress trägt zu hohem Blutdruck und Herzerkrankungen bei. Einen Groll zu hegen bedeutet also Dauerstress. Dummerweise ist sein schlichter Rat zur Vermeidung: Lernen, loszulassen. Man fühle sich nicht nur unmittelbar besser, sondern tue obendrein noch etwas für die Gesundheit.

Na wunderbar. Mache ich mich also mal auf die Suche nach entsprechenden Programmen, Kursen oder Trainings. Vielleicht ja doch Yoga, etwas professioneller als im Wohnzimmer? Oder buddhistische Lehren? Ich lasse es euch wissen, denn mentale Gelassenheit zu erlangen, wird das primäre Ziel der kommenden Monate werden. Alsdann,

keep on rockin‘
Ree

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2 Antworten zu „Wenn Gedanken stören! (028/366)“

  1. cao

    ich kann yoga und meditation bzw. die lehren des buddhismus für dein vorhaben nur empfehlen! und glaub mir, mit der nötigen motivation und achtsamkeit kannst du einiges im hinblick auf deine persönliche entwicklung und natürlich das loslassen bewirken.
    greets cao

    Antwort

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