Die Sympathie des Augenblicks! (041/366)

Aufdenerstenblick. Das sagt sich so schön, das gehört zusammen. „Liebe auf den ersten Blick“ ist zum geflügelten Wort geworden und selbst wenn es ernst gemeint ist (ja, das kommt vor), führt das nicht unbedingt zu lebenslanger Freude und Glückseligkeit. Glaubt mir, da kenne ich mich inzwischen mehr als gut aus.

Doch beim besten Freund des Menschen, dem Hund, ist dieser Augenblick, diese erste Begegnung, etwas wirklich Besonderes. Toll zu beobachten und, wenn man bezüglich tierischer Körpersprache halbwegs bewandert ist, kein allzu großes Risiko. Man wittert sich schon aus der Entfernung und scheint eine beiderseitige Grundsympathie vorhanden zu sein, animiert der Eine den Anderen durch witziges Gehopse zum gemeinsamen Spiel.

Das ist echt wahnsinnig schön. Dann wird über die Wiese getobt, mal ist der Eine der Gejagte, dann wird der Spieß wieder umgedreht. Oft völlig losgelöst, vermeintlich wild, aber eigentlich nie übertrieben. So hat mein kleines Monster gestern gar mit einem Winzling von Hund minutenlang gespielt, die Freude war beiden anzusehen. Instinktgeleitet haben beide den Augenblick genossen.

Nach dem Spiel ging dann jeder wieder seiner Wege, doch der Zauber hielt noch etwas an. Das Gehopse war Auslöser für einen beschwingteren Gang, es hat eindeutig Freude bereitet. So ist die Sympathie des Augenblicks ein Indikator glücklicher Momente. Vielleicht sollten auch wir Menschen in solchen Fällen wieder instinktiver aufeinander zu gehen. Natürlich nur bei Sympathie; jemandem aus vermeintlich unbegründeter Antipathie des Augenblicks eine verpassen zu wollen, scheint weniger angebracht und kultiviert. Aber ein kurzes Gespräch mit einem grundsympathischen Menschen, den man noch nicht kennt, sollte eigentlich drin sein. Auch wenn uns meistens irgendwas hemmt. Verklemmt?

Keep on rockin´
Ree

 

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2 Kommentare

  1. Im Pott oft anzutreffen, dieses in ein anderes Leben hineinfallen oder springen.
    Auf dem Weihnachtsmarkt ging es am Baum nicht weiter, hinter mir sagt einer, Oh Stricksocken, da müsste ich eigentlich welche kaufen, sonst habe ich keine unter dem Baum. Das wäre das erste Mal seit 46 Jahren. Ich dreh mich um und frag: Wieso?
    Er sagt: Oma ist gestorben.
    Da sage ich: Na Kauf mal welche sonst bist du aber Weihnachten traurig. Seine Begleiter lachen. Und noch einen drauf: Kauf lieber mehrere, die nächsten Jahre bist du sonst auch traurig. Alle lachen. Nur eine Frau aus dem Sauerland ist irritiert und fragt: Kennen sie sich?
    Wieder lachen alle, sind fröhlich, es geht weiter, man sieht sich nie wieder.

    1. Ganz großartig. Ruft mir in Erinnerung, was ich seit zehn Jahren vermisse. Ich bin nämlich ähnlich veranlagt, doch im Rheinland stößt das häufig auf Ablehnung bzw. Ignoranz.

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