Bilder der Vergangenheit! (049/366)

Deja Vu. Als hätte man etwas schon mal gesehen, als kommt einem eine Situation auf unheimliche Weise nicht neu vor. Plötzlich weiß man genau, wie es im nächsten Augenblick weiter geht und kann sich doch nicht dagegen wehren. Unheimlich, angsteinflößend und durchaus in der Lage, einen kurz frösteln zu lassen. Kein Wunder, dass die Macher von Matrix diesen Fakt als einen der Kernfaktoren für ihre logische Erklärung dieses so unvorstellbaren Filmszenarios ausgewählt haben. Jeder kennt es und keiner kann es erklären.

Und dann gibt es noch Pseudo-Vus, also Situationen, die realen Erinnerungen fast schon unnatürlich gleichen und dennoch absolut unterschiedlich sind. Hier sogar im Kern. Heute erlebt. Und keinen Gefallen daran gefunden. Ich weiß noch genau, wie ich das erste Mal im fertiggestellten Schlafzimmer stand, damals, vor nicht mal einem Jahr. Ein glückseliges Gefühl, endlich etwas geschafft zu haben und dem Einzug einen ganzen Schritt näher gekommen zu sein. Heute stand ich im gleichen Raum wie damals, nur unter ganz anderen Voraussetzungen. Ich hatte ihn gerade leer, geräumt, ausgesaugt, zurecht gemacht für eine anstehende Besichtigung in der kommenden Woche. Und dann traf es mich  eben wie einen Donnerschlag, die Erkenntnis, der Flashback, die Tatsache, dass ich gerade die Träume meiner Vergangenheit endgültig beerdige. Zumindest was das Haus angeht.

Mir schossen die ganzen alten Bilder durch den Kopf, das Aussehen des Zimmers bei der ersten Besichtigung, mit erschreckender Blümchentapete und einer Tür zum Nebenzimmer. Die Renovierungsphase, das ermüdende Abreißen der Tapeten, Verspachteln der Wände mit Bio-Spachtelmasse (weil Fachwerk) und das Zumauern der Tür. Die Vollendung der Verwandlung durch weiße Farbe und Laminat, die das Zimmer wie neu erscheinen ließ. Und dann die Möblierung, die vielen (und doch viel zu wenigen) Nächte dort und die finale Abwirtschaftung des Ganzen. Alles im Prinzip in 30 Sekunden, danach war der Tag für mich erledigt. Zum vergessen. Das konnte auch die kurze Begegnung mit meinem kleinen Fellnäschen nicht retten, auch wenn ich jetzt noch lachen muss bei der Erinnerung an die stürmische Begrüßung.

So kann es gehen, es war anders geplant und ist komisch gelaufen. Aber auch das gibt sich wieder. Nun gibt es Energy per Drink und Pizza als Grundnahrungsmittel. Die Italiener retten den Abend. Molto bene.

Keep on rockin´

Ree

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