Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Die Flucht in fremde Welten! (056/366)

Flächenland. Der virtuelle Ort, in den sich Big Bang Theory-Charakter Sheldon gern zur Entspannung zurückzieht, um sich dort in einer für ihn idealisierten Umgebung zu entspannen. Seine Flucht in eine andere, kaum reale, Welt, um der bestehenden für den Moment zu entfliehen. Was wie ein typischer Nerd-Tick wirkt, ist Alltag geworden in unserer immer digitaler werdenden Gesellschaft. Wir leiden unter den Enttäuschungen des realen Lebens und suchen Auswege, um unser Innerstes zu Frieden, Freude und Heiterkeit zu führen. Wir suchen Gleichgesinnte, um uns ernsthaft über Fiktionales auszutauschen, das unser Leben kaum wirkliche Herausforderungen oder Überraschungen bietet. Vieles ist Routine, eine Menge außerhalb dieser tut weh und nur noch selten bereitet der normalre Tag wirklich nachhaltig Freude.

So erklären sich jahrzehntelange Booms von Comicverfilmungen, Weltraumsagen, Mittelalter- (oder -erde-) erzählungen und Zauberlehrlingen. Sie entführen in eine andere, eine bessere, Welt, wo der Schurke besiegt (oder bekehrt) wird und es sich lohnt, für die gute Seite zu kämpfen, weil die Grenzen oft hart umrissen sind (Snape ist eine spannende Ausnahme). Man kann sich tief in Karten, Technologien, Logikbrüchen, Storylines und Fortsetzungsspekulationen hinein begeben und alles wieder und wieder nachschlagen. Schriftsteller und Filmemacher sind die wahren Helden der Weltgeschichte, denn sie verhindern, dass die frustrierten und traurigen Menschen aller Schichten über Gebühr durchdrehen. Sie bieten ihnen etwas, einen Ausweg, Abwechslung, etwas, dass das Leben lebenswert erscheinen lässt – selbst wenn es nur für 120 Minuten ist.

Und so halte ich sehr viel von vermeintlichen Nerds, die sich in Comics vertiefen, Gimmicks sammeln und über Feinheiten in den Verfimungen herrlich debattieren können. Denn das gibt vielem Sinn, den Produzenten, Händlern und nicht zuletzt ihnen selbst. Auch wenn ich mir Filme dann doch nicht mit Regiekommentar ansehen könnte, so respektiere ich, dass andere dies als bereichernd ansehen. Vielleicht, weil ich unter meinen Freunden sicherlich der größte Nerd, Sammler oder Bekloppte bin. Vielleicht aber auch, weil ich die Hoffnung hege, darüber auch wieder mehr Freude zu finden. Zumindest habe ich gerade „Empire strikes back“ aus der silbernen 2004er THX-mastered-Edition eingelegt und werde mich nun in der Orignalsprache nach Hoth und Co begeben. Alles ist besser als hier. May the force be with you!

Keep on rockin‘

Ree

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