(K)ein Tag wie jeder andere! (064/366)

Geburtstag. Das hat schon etwas mystisches. Der Tag der Geburt. Jährlich wiederkehrender Beleg für den Alterungsprozess des Menschen (ok, am 29.02. geborene können sich drei Jahre lang freuen, um dann auf einen Schlag vier Jahre älter zu sein), teils sehnlichst herbei gesehntes Datum (gerne kurz vor dem 18.), teils gefürchteter Abschluss eines Lebensjahrzehnts (bewusst Abschluss, nicht Neubeginn eines weiteren, denn die wenigsten sehen das so).

Interessant ist an diesem Tag auch das Verhalten des Betroffenen. Bloß niemanden anrufen, es könnte sich ja um das Heischen nach Aufmerksamkeit und Gratulation handeln. Der regelmäßige Blick auf das Telefon oder ins eMail-Postfach; wer mag daran gedacht haben, von den vielen Werbegratulanten mal abgesehen? Und die unterschwellige Enttäuschung, wenn sich ein bestimmter Mensch eben doch nicht gerührt hat. Gibt natürlich niemand zu.

Schwierig auch die Entscheidung, wie der Tag zu begehen ist. So er unter die Woche fällt, stellt sich die Frage, ob ein Urlaubstag Sinn macht (in der Regel nicht, es sei denn, geliebte Menschen haben ebenfalls frei). Ist man nicht der personifizierte Feiertyp, dann führt das im Anschluss unweigerlich zur Frage, ob man etwas unternehmen sollte, und wenn ja, was und mit wem? Einfach mal essen gehen ist eine Idee, das vertreibt Zeit, man kann sich unterhalten und Nahrungsaufnahme ist ja sowieso lebensnotwendig.

Ist eine Feier geplant, am Wochenende, dann beginnt schon Tage zuvor die Planung, Arbeit, Einkaufen, Dekoration. Fällt der Geburtstag auf ebenjenen Tag, sind gute Freunde Gold wert, die bei der Vorbereitung unterstützen und einem den Rücken für diverse Telefonate frei halten (wobei heutzutage ja primär über soziale Medien und Nachrichtendienste geschrieben und kaum noch persönlich gesprochen wird).

So gibt es also viele Möglichkeiten, wie ein solcher Tag aussehen kann und welche Folgen er nach sich zieht. Es soll tatsächlich Leute geben, die sich jedes Jahr aufs Neue darauf freuen (zu denen gehöre ich ganz sicher nicht). Das beneide ich ein wenig und glaube, dass es der bessere Weg ist. Denn im Mittelpunkt zu stehen, kann ja auch mal ganz schön sein. Auch wenn man eigentlich nichts dafür kann …

Quintessenz: Die wahre Gratulation gebührt den Eltern, die dieses Wunder der Natur überhaupt erst in die Wege geleitet haben und sicherlich einen ordentlichen Anteil daran besitzen, dass schon wieder ein solcher Ehrentag begangen werden kann. Daher, Mummy & Daddy: Ohne euch wäre ich nichts, durch euch ist mein Leben überhaupt erst möglich. Meine Dankbarkeit und Liebe dafür sind unendlich, unbeschreiblich. Auf viele weitere schöne Jahre.

Keep on rockin´
Ree

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