Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Die Schönheit der Natur vergessen! (076/366)

Stubenhocker. Früher wurden die Kinder so genannt, die trotz schönstem Wetter nicht nach draußen gingen, sondern lieber ein Buch gelesen oder mit der neuesten Errungenschaft, einem C64 oder Amiga 500, gespielt haben (ich hatte einen C16+4 mit Datassette, Schande bin ich alt…). In heutiger Zeit hört man diesen Begriff nicht mehr allzu häufig, vielleicht weil viele von uns zu einer Art Vierwanderemit geworden sind und nur die Sicherheit der betonierten Wände verlassen, wenn es nicht mehr anders geht (zum Einkaufen beispielsweise).

Das mag daran liegen, dass unter der Woche die Zeit knapp bemessen ist; ein Büroarbeiter verbringt 8-11 Stunden an seinem Arbeitsplatz (und in der Regel laden Gewerbegebiete nicht zum mittäglichen Spaziergang ein) und im Anschluss an den Job stehen häusliche Tätigkeiten im Vordergrund (wobei man von der Durchschnittsfernsehzeit eines Deutschen, 212 Minuten in 2015, ruhig mal 60 für einen Spaziergang, Fahrradfahrt oder ähnliches abknapsen könnte).

Ich war stets der Illusion aufgesessen, hier anders zu sein, aber erst heute, als ich mit dem Monster bereits früh morgens eine Stunde im Dortmunder Hoeschpark unterwegs war, merkte ich, wie lange ich schon nicht mehr „einfach so“ in der Natur gewesen bin. Die Ausreden sind natürlich gerade zu dieser Jahreszeit vielfältig, zu nass, zu kalt, zu neblig, es regnet, der Hals, die Grippe und wasnichtsonstnochalles. Totaler Blödsinn, denn als ich noch regelmäßig, jeden Tag, mit dem Wuffmaster unterwegs war, bin ich über das ganze Jahr nicht mehr krank geworden. Regelmäßige Leser wissen hingegen, dass es mich vor einigen Wochen gleich mal 14 Tage übelst dahin gerafft hatte.

DSC01609

Suchspiele sind doch das Beste …

Ergo, Erkenntnis des frühen Samstagmorgen: Die Natur ist der wahre Schatz des Lebens, deshalb war ich ja auch früher schon zu jeder freien Minute draußen und habe in der jüngeren Vergangenheit die Spaziergänge mit dem Wuffi so geschätzt. Daher die eindeutige Maßgabe, nun auch ohne den Mittelgroßen (ich bin lernfähig) mindestens 45, besser 90 Minuten des Tages draußen zu verbringen. Sei es in der Mittagspause, bei einem Dorfspaziergang, einer Radtour im Wald oder einer Joggingrunde am Rhein. Oje, ob ich das durchhalte? Bin gespannt. Als Motivation: Ist man erstmal fünf Minuten draußen, sorgt die Saurerstoffanreicherung für Glücksgefühle und man weiß, dass man auf dem richtigen Weg ist. Na, und bei der Menge an Kleidung in meinem Schrank ist „zu kalt, nass, diesig“ sowieso keine Ausrede mehr. Danke für die Lektion, mein treuer Freund.

Keep on rockin´
Ree

DSC01606

American Football-Platz der Dortmund Giants, unter strenger Beobachtung…

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3 Antworten zu „Die Schönheit der Natur vergessen! (076/366)“

  1. Gedankenfreigang

    Ich drücke die Daumen, dass du die tägliche Frischluftzufuhr durchhältst! Mit Hund ist das einfach. Der muss ja (im wahrsten Sinne des Wortes) 🙂 Aber im Täglichen nehme auch ich mir das immer wieder eher erfolglos vor… Es war sogar ein guter Vorsatz an Silvester. Nun haben wir März und nun ja… Was soll ich noch sagen 🙂 Aber danke für die Anregung! Ich werde den Gedanken wieder aufnehmen! 😉

    Antwort
    • Reeorchs

      Als wenn ich ohne Hund heute draußen gewesen wäre 😉 Nach der Arbeit war es dunkel, kalt und ungemütlich. Mal sehen ob die Zeitumstellung da Besserung bringt. Vorsätze habe ich auch oft, aber ich notiere sie kaum noch – zu frustrierend, sie wieder gebrochen zu sehen. Aber hey, etwas Zeit ist ja wahrscheinlich noch, bis zum unvermeidlichen Ende 🙂

      Antwort
      • Gedankenfreigang

        Oh ja, bloß nie aufgeben. Ich finde, man muss auch nicht bei Dunkelheit und Kälte mit den Outdooraktivitäten beginnen. Es sei denn, man hat einen Hund 😀

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