Laufend Sorgen verdrängen! (078/366)

Bewegung. Einfach nur die Maschinerie Körper in Aktion halten, den einen Fuß vor den anderen setzen und sich so per Krafteinsatz vorwärts bewegen. Diese älteste menschliche Variante des von A nach B kommens scheint gerade in Zeiten der persönlichen Krisen, Ängste und Nöte wie geschaffen, um zumindest ein wenig Abstand zu finden und zeitweilig etwas runter zu kommen. Deshalb joggen viele Firmenchefs vermutlich so häufig.

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Bei mir war es auch heute eine Wanderung, die gleich zweierlei bewirkte: Der Wuffmaster bekam die nötige Bewegung und ich konnte zumindest für knapp zwei Stunden verdrängen, dass ich ihn im Anschluss für wiederum einige Zeit (für mich eine Ewigkeit) abgeben musste. So ging es die paar Schritte von meiner Haustür ins Siebengebirge, wo mich direkt der erste Stein am Wegesrand begrüßte und seine Auswahl präsentierte.

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Die Entscheidung bezüglich des Ziels der Wanderung musste allerdings kurzzeitig vertagt werden, da der werte Herr Hund unmittelbar nach für den Moment geplantem Ablegen der Leine von zwei Rehen in den Wald gelockt wurde … zu seiner Ehrenrettung sei aber gesagt, dass ein hinterher hechelnder schwarzweißer Artgenosse die Wildtiere wohl aufgescheucht hatte und, im Gegensatz zu meinem Monster, keine Anstalten machte, auf meinen Ruf hin wieder umzukehren. Dass der Wuffmaster allerdings so folgsam war, ließ mich sprachlos verharren.

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Ok, Schock überwunden, Weg ausgesucht. Über den Logebachtalparkplatz in einer Runde nach Aegidienberg und dann heim. Gesagt, getan und wirklich viel Freude gehabt. Suchspiele veranstaltet, dem sprudelnden Bachlauf gefolgt und gemeinsam die Welt um uns herum vergessen. Es war erstaunlich leer auf den Wegen, nur am Pferdehof wurden gut hundert Hottehüs gestriegelt, aber auch das interessierte meinen Kleinen wenig.

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Viel zu schnell verging die Zeit und just als die Sonne sich blicken ließ, kam die Wohnung ins Blickfeld. Eine kurze Rast auf der Couch und schon bald hieß es Abschied nehmen. Auch wenn der Wuffmaster natürlich freiwillig mitgefahren ist, so hatte ich doch das Gefühl, dass er mich nicht zurück lassen wollte. Aber das liegt ja nicht in meiner Macht. So war es ein hartes Ende des wohl schönsten Wochenendes dieses Jahres, was mir jetzt noch schwer im Magen liegt. Ich kann es nicht erwarten, ihn wieder zu sehen, meinen geliebten Dufti.

Keep on rockin‘
Ree

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