Das Wochenende in eine kurze Auszeit verwandeln! (086/366)

Auszeit. Tapetenwechsel, Entdeckungen, Seele baumeln lassen. Selbst wenn nicht viel Zeit vorhanden ist, gibt es Mittel und Wege, sich einen mentalen Kurzurlaub zu verschaffen. In einem Umkreis von einer Stunde Fahrtzeit sollte ein jeder die Chance haben, etwas Neues zu entdecken (ok, ich setze PKW-Mobilität voraus). Hier, im Rheinland, ist das zugegebenermaßen von besonderer Leichtigkeit.

Gut, aufraffen ist für die meisten Leute direkt das erste Problem, gerade an einem Sonn- oder Feiertag, wo das Bett warm ist und die Wohnung mit so vielen unerledigten Aufgaben wartet (aber mal ehrlich, was von unseren Wochenendvorhaben hinsichtlich Haushalt haben wir kurz vor Toresschluss tatsächlich erledigt?). Hier hilft nur der berühmte Tritt in den Hintern, um nach draußen zu kommen.

Das Wetter spielt übrigens dabei nur eine untergeordnete Rolle, bei mir goss es heute ordentlich, was nicht gerade zu einem Ausflug einlud. Dennoch, ab ins Auto, Musik an und den Berg runter. Meine Rundtour lautete heute Museumsmeile Bonn, Bad Godesberg, Bad Breisig, Fähre nach Bad Hönningen (man könnte meinen ich sei kurortsüchtig, überall „Bäder“) und schließlich Linz, eine der schönsten Städte meiner unmittelbaren Umgebung. Überall war ich ein wenig spazieren, schoss Fotos und entdeckte Ecken, die ich noch nicht kannte.

Die frische Luft war dabei höchst erfrischend und als sich die Sonne für wenige Momente zeigte, war ein stückweit Frühling zu vernehmen. Museen besichtigte ich übrigens heute in erster Linie von außen, überall war Rucksackverbot und ich hatte einfach keine Lust, meinen irgendwo zurückzulassen. So schlenderte ich an der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle, dem Haus der Geschichte und der Bad Hönninger Römerwelt vorbei, warf mal einen kurzen Blick in die Museumsshops, genoss ansonsten aber eher die Gespräche um mich herum. Auch eine Art, Ausstellungen zu erleben.

Zum Mittagessen bin ich quasi bei mir um die Ecke gelandet, purer Zufall, aber mit dem Ergebnis, nun ein neues Lieblingslokal in meiner Umgebung zu haben. Ein kleiner Spaziergang durch Linz am Rhein führte mich durch urige Gassen vor das Tor des “Spanischen Gartens (http://www.spanischer-garten-linz.de/)“, was ich nach der gestrigen Odyssee natürlich für einen Wink des Schicksals halten musste. Also rein und einen schicken 2er-Tisch im Eingangsbereich ergattert. Sehr familiär geht es darinnen zu, man wird quasi als Inventar aufgenommen und kenntnisreich über die Speisen aufgeklärt.

Für mich wurde es der Tapasteller, nach dessen Genuss ich fast geplatzt wäre. Lecker auch der dazu gereichte Vino de la casa, heute Blanco. Dank der gelösten Atmosphäre kam ich noch mit dem Besucher am Nachbartisch ins Gespräch, ein angenehmer Plausch entwickelte sich und nach einer für mich ungewöhnlich langen Verweildauer setzte ich meinen Spaziergang durch die schöne Altstadt des Städtchens fort. Hier und da die Nase in die Läden gesteckt, gelangte ich schließlich zurück zum Auto und konnte zufrieden (und dank des Spaziergangs auch nicht mehr zum Bersten gefüllt) den Heimweg antreten.

Verbunden mit den gestrigen Erlebnissen an der Mosel waren die letzten beiden Tage ein wirklich schöner Kurzurlaub, der mich meinen Entschluss, nicht in die Sonne zu fliegen, bestätigt wissen ließ. Fortsetzung ist schon geplant.

Keep on rockin´
Ree

Ein Kommentar

  1. Genauso ist es richtig👍😎 Raus und die Gegend erkunden… Die Entfernung ist nicht wichtig. Die Welt ist schön und lädt überall zu Erkundigstouren ein.
    Ein Wochenende daheim ist für uns undenkbar😀
    Weiter so👍

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