Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Brummend den Frühling locken! (089/366)

Grollen. Aus tiefster Motorenseele, leicht bedrohlich, aber doch auch einladend. Steig auf mich, dreh eine Runde. Ich führe Dich rasant durch die Straßen und mache Dich mit einem Hauch von Freiheit vertraut. Spürst Du den Wind? Dir ist nicht kalt, Du zitterst vor Freude. Ja wirklich, glaub mir ruhig.

So oder so ähnlich fühlte sich die gestrige Überführung meines Motorrads an. Das letzte Stück, was noch von alter zu neuer Wohnung transportiert werden musste. Natürlich bedurfte es zunächst ein wenig Fürsorge, stand die Maschine doch ein gutes Jahr unbewegt im Carport. Die Batterie wollte geladen und der gröbste Staub abgeklopft werden. Außerdem musste ich sie zunächst aus dem Berg von Laub in Richtung Straße bewegen.

Das Anspringen ging auch nicht wie von selbst, Zündkerzen, Starter und Motor waren noch kein harmonisches Gebilde, es eierte und fehlzündete gehörig, bis endlich das erlösend sonore Grollen der 650ccm zu hören war. Rasch den Helm aufgesetzt, in die Handschuhe geschlüpft und mit Schwung am Gasgriff gedreht – Aus! Ok, wieder an, etwas sorgfältiger angefahren und in den zweiten Gang geschaltet.

Fast runter geflogen, wieder kein Gas genommen, verdammt. Also behutsamer, langsam gesteigert und dann tatsächlich mit Schwung aus der Straße gekommen. Sehr gut. Etwas unsicher natürlich, immerhin ein Jahr nicht mehr gefahren, aber dann ging es doch erstaunlich gut. Eben wie Fahrrad fahren, verlernt man nicht. Die Fahrt war kurz, aber rasant und am Ende stand wieder mal fest: Ich werde die seit einigen Monaten laufende Verkaufsanzeige entfernen. Mehr als 1000 EUR kriege ich dafür nicht mehr und so zuverlässig, wie die Maschine seit 10 Jahren ist, lohnt sich die Besitzstandwahrung selbst für die maximal fünf Ausritte eines Jahres allemal.

Na, und vielleicht konnte ich damit ja auch ein klein wenig den Frühling ins Rheinland locken – auch wenn mir der Wetterverantwortliche des Universums per Starkregen diese Illusion gerade zu nehmen droht. Doch morgen, ja morgen schon, soll es langsam besser werden. Und dann geht es wieder auf die Straße. Bestimmt. Oder nächstes Jahr.

Keep on rockin´
Ree

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