Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Auf zu neuen Ufern! (132/366)

Kanaren. Wieder einmal. Doch diesmal eine andere Insel, nicht mein persönliches Undecima auf Teneriffa; ein Besuch bei einem der Nachbarn wird es sein, Gran Canaria hat eine zweite Chance verdient. 2008, in einer eher schlechten beruflichen und privaten Phase, konnte es eigentlich per se nichts werden. Von Teneriffa, der Schönen, bereits mehrfach verwöhnt gewesen, war ich durch das Wirrwarr im Kopf einfach nicht in der Lage, der drittgrößten kanarischen Insel eine faire Chance einzuräumen. Mit dem Ergebnis, mich acht lange Jahre vor einer Rückkehr gesträubt zu haben.

Nun, in diesem Jahr war die Kombination aus Preis und Leistung nach der Absage des USA-Trips einfach unschlagbar, daher bin ich nun gewillt, offenen Herzens an den zweiten Besuch heranzugehen. Auch wenn in diesem Jahr wieder einige einschneidende Ereignisse dazu führen, dass ich mir Gedanken zu machen, Entscheidungen vorzubereiten habe, werde ich mich den ganz sicher vorhandenen Schönheiten des Eilands diesmal nicht verschließen. Im Gegenteil, ich bin überzeugt, dass die ursprüngliche Reserviertheit sogar dabei helfen wird, auf den Pfad der Erkenntnis zu gelangen und eine Kombination aus schöner Reise und zukunftsweisenden Gedanken zu schaffen.

Der Start war auf jeden Fall erfolgreich; nach drei erfrischenden Stunden Schlaf und einer knapp dreistündigen Fahrt nach Brüssel konnten mein bester Freund und ich frohen Mutes die Sicherheitsschleuse rund um den Flughafen, vorbei an jeder Menge privater Security, Polizei und Militärs, passieren. Ich fliege viel, daher vermag ich zu behaupten, dass die Atmosphäre an diesem Flughafen bedingt durch den noch nicht allzu lange zurück liegenden Terroranschlag gemäßigter, ruhiger ist. Nicht angespannter, nein, dieser Eindruck entstand nicht. Die Sicherheitsleute waren wachsam, aber auch überaus freundlich, die ganze Beobachtung verlief sehr zurückhaltend und auch bei der Gepäckkontrolle wurde zwar sorgsam, aber nicht übertrieben vorsichtig agiert.

Für meinen einzigen echten Aufreger im wirklich sehr ansprechenden Flughafenterminal sorgte lediglich mein bester Kumpel, der zum Start des Boarding nochmal auf dem stillen Örtchen ein wenig Andacht suchte und dort irgendwie verschollen blieb. Ich wurde zusehends nervöser, als auch der letzte Passagier verschwunden war und die Durchsage „the gate is going to be closed“ durch die Lautsprecher hallte. Da er sein Smartphone bei mir gelassen hatte, verwickelte ich das Personal in ein kleines Gespräch, um etwas Zeit zu schinden. Glücklicherweise tauchte mein Freund nach wenigen Minuten wieder auf, eine Verkettung unglücklicher Umstände hatte ihn gezwungen, die keramische Abteilung auf der anderen Seite des Terminals aufzusuchen. Nun gut, die besten Geschichten liegen in der Regel hinter der Gefahr oder Sorge (gell, Helge?) und so haben wir nun schon mal etwas zu erzählen.

Der Flieger der Thomas Cook Airlines war dann überraschend geräumig und so konnten wir uns etwas ausbreiten und ich mich an den ersten Schritt meiner Überlegungen machen: Businessplan und Marketingstrategie beginnen. Toughe Fragen, die mir die gute Conni da (gegen Bares natürlich, aber das war auch der Deal, also prima) mitgegeben hat; ich werde für die vollständige Bearbeitung noch deutlich mehr Hirnschmalz und ein wenig Aktivierung in Form von Wein oder ähnlichem benötigen. Nach einer Stunde waren erstmal Ruhe, Musik und zwei Lektionen Spanisch angesagt. Wird für diesen Urlaub dennoch noch nicht reichen, ich war mal wieder daheim zu nachlässig.

Nun geht´s gleich zum Mietwagen (mit autoreisen.es sollte alles klappen, habe bisher ausschließlich gute Erfahrungen mit dieser Kanaren-Spezifischen Firma gemacht), dann zum Appartementkomplex und gegen Abend wird dann die Gegend erstmalig erkundet. Gerne würde ich das Europa League Finale zwischen Sevilla und Liverpool irgendwo verfolgen – sollte auf einer von Briten durchsetzten Insel nur bedingt ein Problem sein (immerhin logieren wir sogar in der Nähe der Playa del Ingles :-)). Morgen (oder vielleicht noch in der Nacht) gibt es dann ein paar erste Eindrücke von spanischem Boden. Ich freue mich darauf.

Keep on rockin´

Ree   

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