Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Eine äußerst windige Angelegenheit! (133/366)

Windböen. Förmlich hinweg gefegt haben sie uns heute. Ich hatte das ob meiner Erfahrungen vor einigen Jahren ja bereits befürchtet und auch die gestrige, äußerst wackelige Landung lieferte Stoff zur Bestätigung der Annahme, dass sich an den Passatwinden nichts geändert hat. Heute wurde dann der endgültige Beweis geliefert, denn egal wo wie unterwegs waren, wurden wir nahezu weggeblasen. Zu Beginn direkt am Strand der Playa del Ingles, auf der Suche nach einem britischen Frühstück. Obskur, wie sich dort ein billiges Restaurant an das nächste reiht, so dass der wirklich schöne Strand kaum mehr zu erkennen ist. Ballermann ist Picknick dagegen. Doch schon hier konnten wir auch sehen, dass der Wind ein allumfassendes Problem darstellt, denn jeder dieser Läden hatte zum Wasser hin eine große Glaswand installiert, damit die Gäste in Ruhe essen, feiern und trinken können.

Frühstück gab es allerdings leider keins, wohl, weil hier eher bis in die Morgenstunden hinein gefeiert wird und es niemand früh aus den Federn schafft. So mussten wir im gängigen amerikanischen Gourmettempel mit einem McMuffin Vorlieb nehmen. Ok, so what, ist ja jetzt nicht so dramatisch. Nach diesem Mahl und dem obligatorischen Einkauf diverser Erfrischungsgetränke entschlossen wir uns zu einer ersten Tagestour: Über die Berge Richtung Tejeda und von dort in die Hauptstadt Las Palmas. So weit, so gut, doch wissen wir nun, dass ein Fiat Panda  extrem mit den Anforderungen steiler Steigungen zu kämpfen hat. Das machte das Fahren schon etwas anstrengend, sorgte aber dafür, dass wir in nahezu jedem Dörfchen eine kleine Kaffeepause einlegten. Gezwungene Entschleunigung, die zu einem äußerst chilligen Tag führte.

  Tejeda ist übrigens tatsächlich so hübsch wie beschrieben, die EU Millionen sind gut angelegt worden und die bereits einmal verliehene Auszeichnung als schönstes Dorf Spaniens hat es sich redlich verdient. Enge Gässchen, alles sauber, viele urige Lokale und spektakuläre Ausblicke – hier lässt es sich eine Weile aushalten. Mein persönliches Tageshighlight folgte allerdings kurz nach Verlassen des Kleinods, als wir nach einem weiteren Anstieg und Abstecher auf eine extrem enge Straße meinen Heimatberg, Teneriffas Teide, ins Blickfeld bekamen. Faszinierend, wie majestätisch er auch aus dieser Entfernung wirkt, deutlich und nah, wohingegen man Gran Canaria von Teneriffa aus nur bei bestem Wetter schemenhaft wahrnimmt. 3800 Meter Höhe machen also schon etwas aus. Andächtig der Stille lauschend, schossen wir einige Fotos und ergötzten uns am Anblick, der über ein schönes Tal, das Meer und eben auf Spaniens Berg der Berge führte.

Nun konnte mir erst recht nichts mehr die Laune verderben und obwohl ich die Hafen- und Promenadengegend von Las Palmas noch immer wirklich unschön finde, war der zweistündige Spaziergang entlang des Meeres (natürlich bei teilweise sturmartigen Böen) wahrhaft entspannend und besinnlich. Die Surfer waren ebenso zahlreich zugegen wie jede Menge Einheimisch, die beim Bier den Feierabend genossen oder ein wenig Sport trieben. Nach diesem langen Marsch zog es uns noch in ein Fusion Food Buffetrestaurant aus chinesischer und spanischer Küche. Lecker und für 7 EUR unschlagbar günstig (nein, ich möchte gerade nicht wissen, wo die Zutaten herkamen). Gesättigt und langsam müde werdend ging es dann zurück Richtung Süden, nur unterbrochen von einem kurzen Stopp bei Decathlon, um eine 2,50 EUR-Yogamatte zu besorgen – die Übungen der 90-Tages-Challenge und Meditation von heute früh waren auf den Steinen am Pool doch etwas unbequem.

Nun gönnen wir uns bei chilliger Musik noch etwas Rum, eine Zigarre und gute Gespräche. So kann es gerne weitergehen. Ich hoffe, auch ihr hattet, wo auch immer, einen schönen Tag. Lasst euch nicht stressen, das Wochenende steht vor der Tür. Bis die Tage mal.

Keep on rockin´

Ree

  

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