Wem die Sonne scheint! (134/366)

Sonneneinstrahlung. Intensiver, verlässlicher Launenverbesserer, sorgt sie doch schon allein durch das zusammenkneifen der Gesichtszüge beim Blick in Richtung der hellen Strahlen für ein erzwungenes Grinsen, das dem Körper erwiesenermaßen selbst in schlechtesten Gefühlslagen einen kleinen Stimmungsaufheller verpasst. Sicherlich gewöhnt man sich mit der Zeit auch an diesen Effekt und kann ihn nicht mehr zur nachhaltigen Verbesserung von schlechter Laune nutzen, doch kommt man aus eher mittel- bis nordeuropäischen Gefilden, so hält die Wirkung durchaus eine ganze Zeit an (Selbstversuche können bislang allerdings maximal drei Wochen bestätigen, länger war mir ein Urlaub noch nie vergönnt).

Gut, die Komponenten für seelische Optimierung sind also nahezu alle beisammen. Die Sonne scheint (auf den Kanaren jetzt nicht DIE Überraschung), das Sport- und Meditationsprogramm dauert in der Regel 45 Minuten und läuft gut (was nicht selbstverständlich ist, wenn man sich meine Motivationshistorie ansieht), die Berge beeindrucken, das Meer mit seiner Dünenlandschaft funkelt einladend und selbst der Blick auf Teneriffa blieb nicht verborgen. Dazu, vielleicht neben der Entschleunigung das Wichtigste, der Austausch mit tollen Menschen hier und daheim, was zu weiteren positiven Empfindungen führt. Kurzum, bisher war es eine sehr gute Entscheidung, trotz der USA-Absage einen kleinen Alternativtrip zu wagen.

  Natürlich holen einen auch hier dann und wann aufwühlende oder ärgerliche Gedanken ein, insbesondere heimische Themen mit aktuellem Entscheidungsbedarf sorgen für kurze Momente der … Frustration, Enttäuschung? Nein, das trifft es nicht, aber mir fällt gerade nichts besseres ein. Auf jeden Fall durchbrechen diese Themen kurzzeitig die innerlich ruhigen Phasen, aber, und das ist die Überraschung, es hält kaum mehr als zehn Minuten an. Ist eine Antwort gegeben, fällt die Anspannung unmittelbar wieder ab. Das muss an diesen Breitengraden liegen, an der Sonne oder eben doch an der allgemeinen Gemütslage während einer Alltagsauszeit.

Was auch immer es ist, Ziel ist, die Gedanken in eine achtsame Richtung zu lenken, das innere Selbst zu erkunden und auf Basis der daraus resultierenden Erkenntnisse die Zukunftsüberlegungen fortzusetzen. Am ersten Tag kam ich damit noch nicht so recht weiter, aber das ist vermutlich normal. Immerhin soll ja durchaus auch etwas erlebt und unternommen werden. Nichtsdestotrotz nehme ich mir für den weiteren Verlauf des Trips vor, jeden Tag ein wenig Zeit für ebendiese Planung, das Für und Wider diverser Optionen, mögliche Kombinationen und Auswirkungen, zu verwenden. Irgendwelche Einblicke wird mir das bestimmt bieten. Und wenn es erstmal erste Anhaltspunkte sind. Das wäre ja schon mal ein guter Start – und ein sonnenverwöhnter noch dazu. Kommt gut ins Wochenende, vielleicht folgt am Abend noch ein Erlebnisbericht (wer nachgezählt hat wird sowieso feststellen, dass ich bezüglich Jahrestag und Blogeintrag leicht im Rückstand bin ;-)).

Keep on rockin´

Ree

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