Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Unbedeutend, für die meisten! (138/366)

 Bedeutsam. Sind viele Situationen, Emotionen und Gefühlslagen für einen selbst. Große Ereignisse können sogar für eine sehr große Menge Menschen von (unterschiedlich starker) Bedeutung sein, wie eine Fußball-Weltmeisterschaft oder eine kontinentale Präsidentschaftswahl. Doch selbst bei diesen übergreifenden Events unterscheidet sich die individuelle Bedeutsamkeit doch stark; der Protagonist nimmt es deutlich emotionaler, angespannter und spürbarer wahr, als der Zuschauer, der widerum näher dran ist als der Beobachter aus der Ferne. Eigentlich ein Naturgesetz, machen wir uns diesen Umstand in der Regel jedoch zu selten bewusst.

Mir kommt dieser Gedanke aufgrund der Erlebnisse der letzten Monate, die mich emotional völlig herunter gerissen, für mich also eine extrem hohe, spürbare Bedeutung gehabt haben. Doch je weiter der Kreis der mich umgebenden Menschen gezogen wird, desto geringer wird die emotionale Anteilnahme – und das ist absolut gut und richtig so. Meine Eltern, meine besten Freunde und auch enge Arbeitskollegen haben sichtbar mit mir mit gelitten, fanden keine Worte, weil es sie selbst verständnislos zurückgelassen hatte. Andere, die „weiter weg“ waren, das meiste nur vom Hörensagen kannten oder nur winzige Augenblicke erlebt hatten, reagierten schon anders. Abfällige Kommentare, Glückskeksratschläge und (nett gemeinte, aber plumpe) Versuche, mich zu alternativer Aktivität zu bewegen, waren hier vorherrschend.

Und die, die ganz weit weg sind, reagierten eher auf die „Aha, dumm gelaufen, Leben geht weiter“-Weise, für die man nicht zugänglich ist – aber welche Reaktion hätte auch sonst kommen sollen, daher war auch diesbezüglich alles gut. Zu guter Letzt gibt es dann vermeintlich seelenverwandte Menschen, die man ewig nicht gesehen hat, aber zu denen unmittelbar, ohne Eingewöhnungsphase, ein Zugang, ein Verständnis, eine Bedeutsamkeit entsteht. Unerklärlich, aber mit die schönste Variante, birgt sie doch unmittelbar den Glauben daran, dass es auf dieser Welt doch noch jemanden aus dem „äußeren Kreis“ gibt, der mit Dir fühlt und Dich versteht. Um in den Worten eines Kreditkartenunternehmens zu sprechen: Tiefe Verbundenheit – Unbezahlbar.

Nur was, wenn man die Freunde und Familie nicht länger damit „nerven“ möchte? Wenn kein Seelenverwandter in Sicht ist? Dann ist Begreifen die Devise. Begreifen, dass das, was für einen Selbst Bedeutung hat, nicht immer zwangsläufig mit jemandem geteilt werden muss. Dass das, was Dich individuell berührt, ob schmerzhaft oder erfreuend, zuallererst Dir allein gehört. Du es aufzunehmen, damit umzugehen hast. Ja, das Leben ist eine Symbiose aus Natur, Umwelt und anderen Menschen; alles, was wir tun, beeinflusst irgendwas und irgendwen. Aber primär beeinflusst es uns selbst. Vielleicht gibt es ihn, den gesunden Egoismus, der bedingt, dass es allein zu bleiben gilt, solange man niemanden mit nahezu identischem Gedankengut und Interessensgebiet findet. Ich dachte, diesen Jemand schon gefunden zu haben, aber das war ja offensichtlich ein Trugschluss.

Es ist wichtig, den für sich richtigen Weg zu ergründen. Ziele zu definieren, Wünsche zu äußern, Ängste zu beherrschen. Das bedeutet nicht, sich blindlings ins Chaos zu stürzen, aber manchmal kann ein wenig Risiko, ein kleines Abenteuer, ein kurzer Ausbruch Richtung Ungewissheit vermutlich nicht schaden. Ich befinde mich gerade am Anfang dieses Wegs, jeder Tag ist verbunden mit innerer Zerrissenheit, weil ich eigentlich zu einem Schritt tendiere, dieser aber widerum Verluste mit sich bringen würde. Nun habe ich mir einige Unterlagen heruntergeladen, gekauft und geliehen, mit deren Hilfe man Gedanken ordnen und bündeln kann. Für mich hat das gerade eine große Bedeutung. Leider weiß ich, dass meine Entscheidung so oder so auch Andere beeinflussen wird, manche vielleicht negativ.  Nur, bewege ich mich nicht, bleibt für mein Umfeld alles gleich (also ohne negative Auswirkungen) – und ich bleibe unglücklich.

Ihr seht, mir täte eine Spur Egoismus gut, um meinem eigenen Glück nicht im Weg zu stehen, doch mein inneres Selbst, das seinen Lebenssinn grundsätzlich aus dem „glücklich machen“ Anderer zieht, steht dem im Weg. Ich glaube, ich habe noch einen langen Weg der Lösungsfindung vor mir. Es wird echt Zeit, dass das Haus verkauft wird, damit zumindest ein materieller Felsbrocken endlich aus dem Weg gerollt ist. Wenn mir etwas von den Materialien bei der Planung des Lebenswegs helfen sollte, gebe ich euch einen Hinweis darauf, wo ihr diese finden, erwerben oder ausleihen könnt. Eine erste, wegweisende, Guideline habe ich heute fotografieren können und teile sie gerne direkt mit euch. Bis dahin, bleibt für euch Selbst von Bedeutung.

  Keep on rockin´

Ree 

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