Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Die Lust des letzten Tages! (142/366)

Urlaubskurve. Sicherlich könnten gewiefte Statistiker hervorragend grafisch darstellen, wie die Urlaubskurve eines Pauschalreisenden in einem 2-Wochen-Trip aussieht. Mit dem Bezug der Unterkunft, so sie denn im Großen und Ganzen der Beschreibung entspricht, dürften Entspannung und Entdeckungslust Einzug halten. Was gibt es hier, wo kann man hin, etwas zurechtfinden, einen Überblick verschaffen. Die folgenden Tage werden dann für die Aktivitäten genutzt, die man bereits im Vorfeld, daheim, im Fugzeug oder auch am ersten Abend in der Unterkunft, geplant hat. Stressbefreit und mit dem jeweiligen Ziel im Blick (das kann übrigens auch das Sonnenbaden am Strand sein) werden die Tage begangen.

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Ab der Mitte der Reise gehen in der Regel die Highlights an Sehenswürdigkeiten und Top Spots so langsam aus und man versucht (möglicherweise), selbst ein paar interessante Ecken zu entdecken (was auf durch und durch erschlossenen Inseln nicht ganz so erfolgsversprechend ist). Auch hier ist hoffentlich der Stresslevel gering und auch nicht so erfüllende Tage werden mit der Aussicht auf noch einige weitere freie Momente klaglos hingenommen (so sollte es zumindest im Optimalfall sein). Doch was ist, wenn der Urlaub seinem unweigerlichen Ende entgegen geht? Wenn der vorletzte Abend Geschichte und der Morgen des letzen kompletten Tages angebrochen ist?
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Ich habe schon erleben müssen, wir Paare dann in Hektik ausbrechen, sich gegenseitig dafür verantwortlich machen, für ebendiesen Tag noch kein Ziel zu haben und so Gefahr liefen, die Erholung des gesamten Urlaubs mit einem Schlag zunichte zu machen. Der Stresslevel schien mir sogar den vor Antritt der Reise überschritten zu haben, was natürlich den gesamten Erholungssinn ad absurdum geführt hatte. Muss das so sein? Aus eigener Erfahrung würde ich unvermittelt „Nein“ rufen, denn mir ist das in der Form bislang nicht widerfahren. Im Gegenteil, der letzte Tag eignet sich hervorragend, um sich etwas treiben, die vergangenen Erlebnisse Revue passieren zu lassen. Was war besonders schön, würde ich irgendwo nochmal hin reisen, welche Besonderheiten gab es zu entdecken? Möglicherweise lohnt sich ja ein zweiter Besuch einer bereits erkundeten Gegend. Ein Spaziergang durch verwinkelte Gassen oder über eine schöne Promenade. Der Rückflug kommt auf jeden Fall, unabhängig davon, wie der letzte Tag verläuft (und wie schnell er relativ gesehen verläuft; also ist auch Langeweile zur Ausdehnung der letzten Momente keine Variante), also darf man sich ruhig genauso inspirieren lassen, wie zur Mitte des Urlaubs.
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Auch wir waren etwas ratlos, wie und was noch zu unternehmen wäre. Für uns gab es auf Gran Canaria in den vergangenen acht Tagen noch keine Ecke, die wir zwingend ein zweites Mal besuchen möchten und durch unsere hohe Fahrtfrequenz waren wir schon in vielen Gegenden unterwegs. Daher haben wir nach etwas längerem Schlaf erstmal entspannt gefrühstückt und werden uns gleich in den Osten aufmachen. Nach Telde (mir schon sympathisch, weil es so ähnlich klingt wie Teide, mein Lieblingsberg), der zweitgrößten Stadt der Insel, die wir wohl bislang links liegen ließen, obwohl eine recht schöne Altstadt auf uns zu warten scheint. So werden wir möglicherweise ein wenig durch die Gassen schlendern, die Seele baumeln lassen und es uns völlig egal sein lassen, dass morgen ein Flug auf uns wartet. Und was der Rest des Tages bringt? Das wird sich schon ergeben. Genießt den Feiertag in Deutschland, so ihr es denn könnt.

Keep on rockin´

Ree

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