Entschleunigung im Sauerland! (154/366)

Biggesee. Entschleunigung, quasi das Rentnerprogramm, denn man kann nicht weg, 90 Minuten gefangen auf dem “Westfalen“, einem der beiden Fahrgastschiffe hier, auf dem größten See des Sauerlands, umgeben von Wäldern und jeder Menge Holländer. Ohne die stets fröhlichen Besucher aus unserem Nachbarland wäre es ziemlich leer, der Kahn würde dann ausschließlich Rentner und mich beherbergen, das viele Kindergelächter würde ausbleiben. Schade wär’s, also alles gut.

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Mit Bier am frühen Morgen, leckerem Käsekuchen und dem Croissant vom Bäcker, dazu die Lektüre meiner sonntäglichen Zeitung, ließ sich die Fahrt schon mal gut an. Ringsum warteten hübsche Motive auf meine Kamera, vom Segelwettbewerb über schöne Brücken bis zu einer liegenden Statue, quasi der Bigge-Buddha. Dazu konnte man den Biggedamm vom Wasser aus bewundern, erspähte das Café Leuchtturm und die Burgruine, welche am Abend von diversen Seiten angestrahlt und so in Szene gesetzt wird.

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Auch wenn das Ticket mit 11 EUR nicht ganz billig ist und noch Parkgebühren (2,50) hinzu kommen, war es zumindest für mich ein durchweg lohnender Ausflug. Die Stille umgibt einen in vielen Momenten, die Gedanken fließen und man erkennt mal wieder, wie klein jedes Individuum in unserem Universum ist. Obwohl nur auf einem See, ist alles drumherum doch soviel größer als man selbst. Da könnte man doch die innewohnenden Sorgen auch direkt über Bord werfen, spielen sie im Großen und Ganzen doch eine sehr untergeordnete Rolle.

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Während ich darüber sinnierte, zieht das Schiff langsam seine Kreise und sorgt dafür, dass mein Inneres zur Ruhe kommt. Das sonore Plätschern des Wassers, durch den Elektroantrieb in seiner monotonsten Form Wellen schlagend, hilft dabei. Es könnte tatsächlich ewig so weitergehen, vielleicht wird man in einer solchen Umgebung gar noch kreativer und kann Ideen besser ausarbeiten. Dennoch, nach 90 Minuten ist der Spaß vorbei und es geht über Olpe durch das Sauerland zurück ins Rheinland.

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Vielleicht gehe ich zur Feier des Tages noch mal zum Sport, immerhin habe ich mich gestern wieder bei McFit angemeldet und direkt heimisch gefühlt. Irgendwie muss es mit der Fitness ja weiter aufwärts geben. Und wer weiß schon, was das Wochenende sonst noch parat hält. Fußball muss ja auch nicht den ganzen Tag sein, da reicht es, wenn man den deutschen Kickern heute Abend mal ein wenig über die Schulter schaut. Auch wenn es mich diesmal wirklich kaum berührt.

Keep on rockin‘
Ree

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