Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Das “Fuck-It“-Konto! (159/366)

Geld. Ursprung allen Übels, unverzichtbares Tauschmittel in unseren Zeiten, Grund für Verbrechen, Streit und Kriege. Hat man zu wenig, leidet man Verzicht, hat man zu viel, wird man von der Angst beherrscht, es wieder verlieren zu können (und daher schützen zu müssen). Darüber hinaus kann Geld aber auch noch etwas ganz anderes sein, Erfüllungsgehilfe für Deine Träume nämlich.

Mit einer ordentlichen Rücklage kannst Du Dir etwas schönes kaufen, einen tollen Urlaub machen oder gar irgendwann einen Ausstieg, eine Weltreise oder ein Sabbatical leisten. Nur wo soll dieses Geld herkommen? Ich habe viel zu spät realisiert, dass selbst aus kleinen Beträgen Großes entstehen kann und es immer möglich ist, ein wenig Geld zur Seite zu legen, anstatt es direkt unter die Leute zu bringen.

Hätte ich meinen gleich folgenden Rat stets selbst befolgt, dann wäre ich vieler Sorgen früh ledig gewesen. So habe ich erst 2011 damit begonnen und konnte zumindest 2015 das nun zum Verkauf stehende Haus aus Barreserven ordentlich anfinanzieren. Ich empfehle euch nämlich, so früh wie möglich ein “Fuck-it-Konto“ (sorry Mama!) anzulegen, ein Konto, das nicht in eurem täglichen Zugriff liegt, also alternativ zu eurem Girokonto läuft. Ich habe das bei der Comdirect, eine Art Online-Sparbuch, was ich euch hier gerne empfehle, da ich sehr zufrieden damit bin.

Aber unabhängig, für welches Geldinstitut ihr euch entscheidet, hier nun die Details meines Tipps: Überweist jeden Monat 10% eures Nettoeinkommens auf dieses Konto. Gerade in jungen Jahren ist das kein Problem und kann rasch zu einer positiven Gewohnheit werden. Erst 10% vom Taschengeld (evtl. 5 EUR im Monat), dann vom Ausbildungsgehalt (vielleicht 60 EUR?) und schließlich vom normalen Gehalt des Jobs (könnten schon 150 EUR drin sein). Hat man das fünf Jahre konsequent verfolgt, hätte man nach einem Jahr Taschengeld, drei Jahren Ausbildung und einem Jahr Arbeit bereits 60+(3*720)+1800 = 4020 EUR gespart. Gar nicht so wenig.

Bestimmt gibt es Ausnahmen, insbesondere wenn man schon mitten im Leben steht und einige Verbindlichkeiten angehäuft hat. Dann versucht man es vielleicht mal mit 5%, die in eine Spardose gelangen; ich habe schon während eines Kredits für ausschweifendes Leben in Jugendzeiten versucht, immer den ein- oder anderen Euro (ok, damals noch Mark) zur Seite zu legen und so zumindest alle paar Jahre mal einen kleinen Urlaub zu ermöglichen. Tat manchmal weh, war aber in Summe sinnvoll. Daher, sofern es euch möglich ist: Beherzigt diesen Rat, je früher, desto besser, und ihr habt schon nach einiger Zeit ein kleines Polster für Wünsche, Träume oder unvorhergesehene Ausgaben in der Hinterhand. Es gehört (gerade für einen Ex-konsumsüchtigen wie mich) eine gehörige Portion Disziplin dazu, aber es lohnt sich auf lange Sicht wirklich.

Keep on rockin´
Ree

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