Warten auf Eingebung! (168/366)

Erwartungen. An einen selbst, an andere, an das Leben im Allgemeinen. Letzteres ist ein wenig obskur, denn natürlich kann man jeden Tag darauf warten, welche Momente er so bereithalten mag, aber dann hat man es überhaupt nicht mehr in der Hand. Prima für den Überraschungseffekt, blöd, wenn man sich ein wenig der eigenen Verantwortung stellen möchte. Manchmal, bei Sportevents beispielsweise, ist man natürlich auf die Leistung anderer angewiesen, erwartet möglicherweise einen Sieg und ist enttäuscht, wenn das nicht klappt, doch eigentlich sollte man ein stückweit Abstand dazu erhalten können – zumindest dann, wenn der eigene Einfluss eben begrenzt ist.

Ich weiß, mit dieser Meinung erhalte ich keine ungeteilte Zustimmung, aber für mich bleibt es dabei: Solange ich nicht mindestens im Stadion mein Team zum Sieg zu schreien versuche, sondern lediglich am TV mitfiebere und somit völlig passiv bin, erwarte ich von mir selbst einen entspannten Umgang mit Sieg und Niederlage. Ich glaube, bislang gelingt das auch ganz ordentlich, manch anderen würde das meiner Ansicht nach auch ganz gut zu Gesicht stehen.

Aber ich schweife ab, möglicherweise aufgrund des verdienten Ausscheidens der Fußballnationalmannschaft bei der EM gegen Frankreich. Ein schönes Spiel, mit falschem Ausgang zwar, aber auch das macht Sport im Allgemeinen ja aus – lernen, mit Rückschlägen umgehen zu können und weitermachen. Nun aber zurück zum eigentlichen Thema, denn ich warte und erwarte tatsächlich eher eine persönliche Eingebung. Ich schiebe eine Entscheidung auf, weil sie sich mir nicht klar offenbart. Ohne zu wissen, ob sie das jemals tun wird. Heute habe ich es mal wieder mit Meditation versucht, dazu ein interessantes Hörbuch begonnen, aber: Ich komme dem finalen Punkt zwar näher, doch noch längst nicht nah genug.

Gestern gab es dazu ein interessantes Gespräch, allerdings ohne Erfüllung all meiner Rahmenfaktoren, Dienstag wird ein weiteres folgen. Ich bleibe gespannt und raufe mir in der Zwischenzeit die wenigen Haare. Zu einem anderen Thema steht auch eine Rückmeldung aus, hier erwarte ich Nachricht und checke viel zu häufig meine Mails. Was soll schon innerhalb von drei Minuten groß im Posteingang passieren. Aber es lässt eben keine Ruhe. So heißt es dennoch weiter warten, aber nicht völlig untätig, sondern unter Anwendung von kleineren Hilfen, wie eben dem Sport, des Zen oder des Schreibens. Aktiv werden, um nicht verrückt zurückzubleiben. Es geht, bedingt. Ganz wie erwartet.

Keep on rockin´
Ree

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