Wie ein langer Hotelaufenthalt! (176/366)

Heimgehen. Ich will nach Hause. Wo auch immer das sein mag, aber in meiner aktuellen Wohnung ist das auch weiterhin nicht. Obwohl längst nicht in einem aufgeräumten Zustand, fühlt es sich steril an, ohne Lebensluft und Lebenslust, so als ob es ein Set für eine Sit-up-Comedy wäre. Nicht falsch verstehen, die Wohnung wurde wohlüberlegt ausgewählt und bietet einem alleine schon mehr, als man eigentlich braucht; über 90m2 auf drei Zimmern, eigene Terrasse, modern ausgestattet. Und dennoch, ich vermeide es, bewusst oder unbewusst, zu viel Zeit in ihr zu verbringen.

Nun sagt man, Heimat ist wo das Herz ist. Doch wenn das Herz noch gebrochen und nicht in der Lage ist, vernünftig und voll zu schlagen, dann hilft auch das nicht weiter. Dortmund, klar, bietet stets eine besondere emotionale Verbindung, ist es doch der Lebensmittelpunkt meiner Eltern und vieler alter Freunde. Doch bin ich auch schon 11 Jahre weg und deshalb bei jedem Besuch, egal wie vertraut alles erscheint, irgendwie doch fremd.

Mein Haus, Heimat für ganz kurze Zeit, fühlt sich hingegen auch heute, während der Gartenarbeiten, noch bei jedem Besuch richtig an – aber nur, bis mich die Ereignisse der nahen Vergangenheit einholen und mir verdeutlichen, dass eine Übernahme einfach kaum sinnvoll erscheint (von der finanziellen Belastung mal ganz zu schweigen). Damit fällt auch das aus. Nur was dann? Bonn?

Ja, Bonn ist eine Option. Nur würde ich aktuell, wenn das Haus veräußert sein sollte, gerne etwas eigenes erwerben, um zumindest irgendwo eine Homebase zu besitzen, bevor es auf Reisen geht, und dafür sind die Kaufpreise der ehemaligen Bundeshauptstadt einfach viel zu hoch. Sonst wäre das der beste Weg, denn das Gewusel der City dort lässt mich durchaus heimische Gefühle entwickeln, der Rhein, das Münster, die Innenstadt, das Schloss … wahrhaftig, Bonn gefällt mir richtig gut.

Vielleicht ergibt sich ja beizeiten eine Möglichkeit, ich werde auf jeden Fall weiter überlegen. Es gibt derzeit so viel zu planen, durchdenken und entscheiden, dass ich schon wieder zu implodieren drohe. Morgen muss es endlich wieder zum Sport gehen; das Zahnfleisch scheint Ruhe zu geben, was dafür sehr hilfreich wäre. In der völligen Verausgabung liegt zumindest manchmal auch das Mittel zur Erkenntnis, reifen Ideen heran und werden Szenarien entwickelt. Neben dem Optimieren des Fitnesslevel wäre das Finden einer Lösung auf meine vielen mich plagenden Fragen wirklich sehr befreiend. Und wünschenswert.

Keep on rockin´
Ree

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