Das kleine Glück im Innen und Außen! (181/366)

Ruhe. Stellt sich manchmal an den ungewöhnlichsten Orten ein, mitten in der Stadt, im Stadion und gerne auch mal trotz einer Meute tobender Kinder um einen herum. Gut, ein hervorragender Musikspieler mit entsprechend guten Kopfhörern wirkt dabei durchaus unterstützend, aber auch ohne können spannende Gedanken, schöne Geschichten und genauso vollkommene Leere diesen Effekt erzielen. Und dann wurd es fast ein bißchen magisch.


Das hatte allerdings überhaupt nichts mit der Umgebung zu tun, nein. Es lag an der von J. K. Rowling erschaffenen Zaubererwelt und ihrem für mich fantastischen Entschluss, eine Fortsetzung zu verfassen. Zwar nur als Theaterstück und daher auch im Buch lediglich in Dialogform geschrieben, nichtsdestotrotz aber das heutige Hilfsmittel, um mich die erste Hälfte dieses Tages von trüben Gedanken zu befreien und in eine andere, irgendwie vertraute Welt einzutauchen. Ich musste mich wahrlich konzentrieren, habe ich doch lange kein Buch mehr auf Englisch gelesen, aber bereits nach wenigen Minuten war ich drin, gefesselt, verstand alles und las flüssig, begierig. Es ist mir seit jeher ein Rätsel, warum mich diese Geschichten so unglaublich gefangen nehmen, heute war es auf jeden Fall eine höchst dankbare Abwechslung. 

Traurig war lediglich die schon angesprochene Form, denn es fehlte das Ausschmücken von Szenerien, die ausgeklügelte Darstellung und Entwicklung neuer Charaktere und auch die gewohnte Länge. Viel zu rasch war das Lesevergnügen daher schon wieder vorbei, auch wenn ich die Geschichte sicherlich in Kürze noch ein zweites Mal lesen werde. Für mich hat diese brilliante Autorin eine tolle, stimmige Fortsetzung verfasst, die in ihrem geschichtlichen Rahmen den Usprungsbänden gerecht wird. Ich kann nur hoffen, dass sie viel Spaß daran gefunden hat und nach Harry Potter and the cursed child noch manch anderen Band folgen lassen wird. Die Figuren würden es ohne weiteres ermöglichen.

So verbrachte ich also den halben Tag am Pool (und war entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten sogar kurz im Wasser), wurde beim Lesen braun und war aller trüben Gedanken ledig. Ab ca. 16 Uhr brachen wir dann auf nach Bardolino, uns gelüstete nach einem Eis und mein bester Kumpel entdeckte im Internet herausragende Bewertungen einer Gellateria mit Seeblick. Auch mein Pseudo-Patenkind hatte keine Einwände und so entdeckten wir ein Kleinod, welches das übervolle Lazise direkt verblassen ließ. Eine herausragende Promenade, urige Gässchen, stylishe Lokale, kleine Shops und eine sehr schöne Kirche – inklusive des Wetters ließ absolut nichts zu wünschen übrig.


So chillten wir zum Tagesausklang, aßen Eis, tranken leckere Cocktails und ließen die Zeit Zeit sein. Auch wenn hier zwischenzeitlich der Alltag Einzug hielt, waren doch einige Dinge rund um die berufliche Entscheidung zu regeln und nehme ich Teil an der aktuell schwierigen Situation rund um meine Oma, konnte doch mit Blick auf den See und einem gemütlichen Spaziergang ein wenig der Zerrissenheit ins rechte Licht gerückt werden. Auch wenn mich die Situation rund um Haus und Co weiterhin schwer belastet, scheinen sich andere kritische Bausteine so langsam regeln lassen. Und zumindest das ist doch etwas erfreuliches. Wäre fein, wenn es morgen so weiter gehen würde. 

Keep on rockin´

Ree 

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