Echte Wendepunkte lauern (nicht) überall.

Zweifelnd. Immer mehr Menschen, denen ich alltäglich begegne, sind in Gedanken gefangen, die sich um Sinn und Unsinn, Richtig und Falsch des eigenen Handelns, des täglichen Daseins, der Entwicklung ihres Lebens befinden. Bin ich im richtigen Job? Verhalte ich mich meinen Mitmenschen gegenüber angemessen? Schlage ich die richtigen Wege ein, wird mein Leben rückblickend als erfüllend anzusehen sein? Der Jahreswechsel ist geradezu prädestiniert, um über Vergangenes zu reflektieren und Neues in Augenschein zu nehmen. Kaum jemand, der nicht insgeheim irgendeinen Vorsatz fasst und damit eingesteht, eben nicht vollends zufriedenstellend zu leben. Doch ist dies aus meiner Sicht eher der Gruppendynamik geschuldet, der Tatsache, dass Medien, Freunde, Influencer und wer sonst noch alles genau danach fragen: Wie war Dein letztes Jahr, wie wird Dein nächstes.

Was aber, wenn Du eigentlich glücklich bist? Wenn so, wie Du lebst, nichts gravierendes schief geht und der Alltag gut zu bewältigen ist? Warum streben dennoch so viele nach Veränderung, nach mehr oder fühlen zumindest eine irgendwie geartete Unruhe in sich? Vielleicht würde es helfen, nicht nur an diesen paar Tagen von altem zu neuem Jahr darüber nachzudenken, sondern immer mal wieder die eigene Situation zu analysieren, um Kleinigkeiten zu justieren oder auch große Veränderungen in Ruhe anzugehen. Das nimmt dem Jahresende seinen Aktionismus.

Hat sich aber der Dezember derart turbulent entwickelt, sind so viele außerplanmäßige Dinge geschehen, die nicht in Deiner Macht lagen, Dein Leben aber irgendwie erschüttern, dann, ja dann, ist die Selbstanalyse zum Jahresende nicht nur unumgänglich, sondern auch nötig. Was bringen die Veränderungen mit sich und wie möchtest Du darauf reagieren? Welche neuen Erkenntnisse über Dich und auch andere bringen sie mit sich? Und wie lässt es sich mit Deinem Dasein vereinbaren, wie kannst Du auf die neue Situation reagieren, wie zu Deinem persönlichen Wohlsein agieren?

Ich stehe vor diesen Fragen, andere mir nahe stehende Personen genauso. Der Alltag ist in solchen Situationen mal Halt und mal Last, Veränderung zwingt sich förmlich auf. Nur wie, wenn Kontakte fehlen, Zeit davon schleicht und Unsicherheit vorherrscht? Das Gehirn kreist um das Thema, rotiert fast, kommt aber nicht zu einer klaren Aussage. Das wird wohl noch eine ganze Zeit dauern. Und kann sich jeden Tag ändern, je nach aktueller Entwicklung.

Ich hoffe, ihr kamt gut in das neue Jahr.

Keep on rockin‘
Ree

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