Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Ein armselig Tässchen Schokowasser!

Klein Petersberg. Es hätte auch nicht Groß Petersberg heißen dürfen, denn große Kunst war es nicht, was da heute in Form einer vermeintlichen heißen Schokolade kredenzt wurde. Nicht genug, dass man sich in einem leeren Restaurant an einen Tisch zu quetschen hatte, der durch die deckenhohe Säule schwer zugänglich war, nein, das freudig erwartete Heißgetränk hatte mit seinem Namen so viel gemein, wie eine Rheinfähre mit Eiskunstlauf. Wobei, wenn der Rhein zugefroren sein sollte, käme die Fähre damit sicher besser klar, als die Crew des Klein Petersberg mit der Zubereitung eines vermeintlich simplen Traditionsgetränks.

Was mich so aufregt? Nun, der Laden am Rheinufer von Bonn-Bad Godesberg-Rüngsdorf, gegenüber dem einstmals malerischen Königswinter, das nach und nach zu einem Geisterdorf mutiert, ist per se kein besonders preiswertes Etablissement. Dementsprechend, und auch den vielen Aufklebern mit dem Hinweis auf Erwähnung in kulinarischen Speiseführern suggerierend, habe ich gehobene Zubereitungsqualität erwartet. Wird dann aber ein Getränk serviert, welches im Geschmack zu 95% aus lauwarm gebrühtem Wasser und zu 5% aus einem Hauch synthetischem Schokoladenersatz zu bestehen scheint, falle ich nicht nur vom Glauben an gute Gastronomie, sondern auch an gesunden Menschenverstand ab.

Wenn ich schon keine qualitativ hochwertige Kakaomaschine mein Eigen nenne, dann sollten die Mitarbeiter doch wenigstens ein Tässchen Milch in der Mikrowelle erwärmen können, in welches sie danach eine ordentliche Portion Kakaopulver einrühren. Zumal wir die einzigen Gäste waren! Da spielt selbst die Kakaomarke übrigens kaum eine Rolle, es könnte auch ein Discount-Angebot sein. Doch wenn es sich um eine wässrige Fertigmischung handelt, die schmeckt, als habe eine Kakaobohne mal kurzzeitig neben dem Wasserkocher gelegen, sei dem Gebräu aber nie wirklich nah gekommen, dann ist das einfach nur peinlich.

Also, liebes Klein Petersberg: Mich habt ihr als Gast für eine ganze Zeit verloren. Ist es euch wirklich wert, für eine zugegeben gigantische Gewinnspanne (denn mehr als ein paar Cent dürfte der Fertigbeutel nicht gekostet haben), aber eben doch nur einige Euro, einen nachhaltig zahlenden Kunden aufs Spiel zu setzen? Euren Kakao würde ich nicht mal einem Handelsvertreter in meinen eigenen vier Wänden servieren. Gratis. Und ohne Sympathie. Ich war und bin entsetzt.

Keep on rockin‘
Ree

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