Leben und Hilfe aus dem Notizblock

Rückblick aus 2008!

Hyperaktive Welt, fucking strange – alles bewegt sich, nichts kommt voran. Einheitsbrei und alltägliches Gewäsch. Der Großteil der Freaks auf diesem Planeten hält sich für den Hotspot des Universums, das Universalgetier, um das sich die Sonne dreht. Schonmal drüber nachgedacht, dass es mehr gibt, größeres, sinnvolles? Nö, warum auch?? Ist eh sinnlos, gell? Rücksicht? Fuck you, my life is your life and if you don´t care just leave…so einfach? Geht nicht, alles verknüpft. Deine Taten bedingen meine Reaktionen, es sei denn ich finde mich damit ab, im versiegelten Keller zu leben und vegetierend auf das Ende zu warten. Strange, findest Du? Nicht so verrückt wie unser täglicher Versuch, die Wartezeit auf den unvermeidlichen finalen Akt zu gestalten. Arbeiten? Ein Weg, klar. Für manche sogar wahre Freude, Sinn und Zweck, Erfüllung. Party? Abfeiern bis zum abwinken, ohne Rücksicht auf Verluste, als gäbe es kein Morgen mehr? Auch ein Weg, vielleicht ein guter. Kann ich nicht beurteilen, steht mir nicht zu – finde die Freude daran bis heute nicht. Sport? Netter Ausgleich, aber auch nur Zeitvertreib – vertreib die Zeit bis keine mehr bleibt, gelebt ist geliebt, vorbei, Einheitsbrei. Sag mir, warum willst Du bleiben? Was hält Dich wirklich? Und was hast Du am Ende von allem Streben oder chillen?

Klar, keiner, wenige, wollen diesen shit hören. Warum? Weil er Fragen aufwirft, nach einem Sinn, nach Ursprung, Existenzwahn und Profilierungsnotwendigkeit. Wer ist glücklicher – der hoch-intelligente Supersportler oder der beknackte Hohlkopf? Der reiche West-Europäer oder der ärmste Dritte-Welt-Mensch? Oder sind wir alle in unserem kleinen Home-Universe gleich? Für uns ist das eigene Problem stets das Größte – klar, das Leid der Anderen interessiert uns – aber doch nur, damit wir uns je nach Laune mal besser, mal schlechter fühlen können, oder? Um Gutes zu tun, Gewissen zu beruhigen, sich schuldig zu fühlen und für zwei Stunden gute Vorsätze zu haben. Schreibe ich Mist? Ich weiß es nicht, es ist spät, vielleicht. Aber in jedem Schwachsinn steckt ein Kern, über den es sich nachzudenken lohnt.

Der Mensch ist mit Abstand das Schlechteste, was diesem Planeten passieren konnte. Vielleicht sackt diese Erkenntnis bei dem ein- oder anderen mal ein und wir schaffen es, die Welt zu verbessern. Aber auch da die Frage: Für was und für wen? Als Laune der Natur werden wir diesen Planeten vermutlich sowieso nur für einen galaktischen Wimpernschlag bevölkern, bevor wir in der Versenkung verschwinden – entweder uns gegenseitig ausgelöscht habend oder von Mutter Natur für immer getilgt…

Nichtsdestotrotz lohnt es sich meist, dieses Leben. Weil neben allem freakigen Geschwätz die Freude über die kurze uns zuteil gewordene Zeit einem einen simplen Kick ermöglichen kann. Und dann, ja dann, machen wir uns auch keine Gedanken über das unvermeidbare Ende mehr.

Keep on rockin‘. C U. Bleibt sauber. Und denkt auch mal an die Menschen neben euch. Arrividerci, bis zum nächsten Mal.

Ree

P. S: Diesen Text habe ich 2008 auf einem alten Blog veröffentlicht. Erschreckend, wie aktuell er sich liest…das Bild ist passenderweise auch aus 2008.

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