iHeartRadio Music Festival 2019: Das Wimmelbild der Stars

Es ist ein Klischee, dass in der Wüstenstadt Las Vegas stets eine drückende Hitze herrscht, doch an diesem 21. September bestätigt es sich. Ob die Luft flirrt, weil sich das an einem Spätsommerwochenende in der Amüsierhauptstadt der Welt so gehört oder die, selbst für eine so kunstvoll in Szene gesetzte Stadt, große Ansammlung an Stars dazu führt, wer weiß das schon. Die Vorfreude rund um die noch immer beeindruckende T-Mobile-Arena ist auf jeden Fall greifbar und Zuschauer aller Couleur begeben sich bereits früh in die Nähe des kolossalen Rund, um sich vor dem Öffnen der Tore in einem der unzähligen Restaurants und Biergärten zu stärken oder gar einen Blick auf den ein oder anderen frühzeitig eintreffenden Akteur werfen zu können. Obwohl hier beheimatet, spielen die Vegas Golden Knights, das erstaunlich erfolgreiche Eishockey-Team der NHL, heute lediglich eine Nebenrolle, da ihr Konterfei überall zu bewundern ist. Blanke Ironie, dass ausgerechnet ein Eishockeyteam die großen Profiligen in der Wüste repräsentiert und die Einheimischen elektrisiert. Doch an diesem Samstag wird gesungen, getanzt, Musik statt Sport, hohe Promidichte statt Teamwork.

Bereits am Vortag, dem 20. September, nahm das Festival mit den Auftritten u. a. der Backstreet Boys, Camilla Cabello und Green Day seinen Anfang, doch die echten Highlights wurden für den Samstag erwartet. Grammy-Königin Alicia Keys war ebenso angekündigt, wie die grandiose Tochter von Billy Ray C., Miley Cyrus, und DJ-Superstar Marshmelo. Neben den typisch amerikanischen Country- (Zac Brown Band, Mumford & Sons) und Rockstars (Def Leppard) konnte sich auch Chance the Rapper präsentieren, was für einen erstaunlich abwechslungsreichen, aber dadurch stimmungsmäßig auch etwas konfusen Abend sorgte. Im weiten Rund war deutlich erkennbar, dass Miley und Alicia als absolute Superstars Massen zu elektrisieren verstehen – sowohl ihre gesangliche, als auch die Bühnenperformance übertrafen ihre Kolleg(Inn)en um Längen und so verwunderte es nicht, dass es im weiten Rund bei den eher rockigen Acts trotz vollmundiger Ankündigungen der Moderatoren erheblich leerer wurde. Man nutzte die Zeit zur Erkundung der Halle, Fanstände oder einen Plausch unter Freunden.

Angesichts des recht geringen Eintrittspreises von unter 100 US$ pro Ticket, für amerikanische Verhältnisse verschwindend gering, fällt es nicht schwer, von einem gelungenen Abend zu sprechen. Ob die flirrende Hitze nun dem Konzert geschuldet war, bleibt dahingestellt. Es war faszinierend, aber nicht durchweg kurzweilig. Da aber insbesondere die Megastars jegliche Erwartung an sie erfüllten, kann ein Besuch bei der Neuauflage im Folgejahr ohne Einschränkungen empfohlen werden. Vielleicht ist die Ausgewogenheit dann noch etwas gelungener.

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