Peru ­čçÁ­čç¬: W├╝stenrallye und Sandsurfen in Huacachina

Ein neuer Tag, der im Zeichen des ersten Ausflugs stand, welcher allerdings erst am Nachmittag starten sollte. Daher ging es nach dem Aufstehen und einem ordentlichen Fr├╝hst├╝cksbuffet mit frischem Saft zun├Ąchst auf einen kleinen Stadtbummel. Allerdings spottete dieser seiner Beschreibung, denn Ica bietet daf├╝r wirklich wenig. Wir schauten auf dem Kirchplatz vorbei, warfen auch mal einen Blick ins Geb├Ąude und inspizierten einen benachbarten Supermarkt, der sich gar nicht so sehr vom Aldi Nord der 80er Jahre unterschied. Das war allerdings schon alles, was es in fu├čl├Ąufiger Umgebung zu sehen gab und f├╝r die Restaurants war es nat├╝rlich noch deutlich zu fr├╝h.

So blieb das Highlight der ersten Tagesh├Ąlfte ein gro├čer Hund auf dem benachbarten Dach, der von oben die gesamte Nachbarschaft unterhielt und mit seinen braunen Flecken auf dem wei├čen Fell ausgesprochen cool aussah. Ob die Nachbarn allerdings von diesem t├Ąglichen Konzert angetan sind, darf bezweifelt werden.

Gl├╝cklicherweise r├╝ckte der erste Ausflug, organisiert von der Unterkunft, best├Ąndig n├Ąher und wir lernten an der Rezeption einige weitere Abenteuerlustige kennen. Der Transport in die Oase von Huacachina verlief weitestgehend reibungslos, auch wenn man im klapprigen Kleintransporter trotz Zwergenwuchses recht eingequetscht sa├č. Doch dieses Kleinod, ein glitzernder See, umgeben von riesigen Sandd├╝nen, war trotz des inzwischen allgegenw├Ąrtigen touristischen Angebots grandios anzusehen. Detailliert beschrieben haben es Nora und Anna in ihrem sehr empfehlenswerten Reisef├╝hrer. Nach einem kleinen Rundgang entlang der Promenade mit seinen Restaurants und den vielen Ausfl├╝ge feil bietenden Stra├čenverk├Ąufern, war es bereits an der Zeit, den Sandbuggy zu besteigen und s├Ąmtliche Muskeln einer besonderen Pr├╝fung zu unterziehen.

Die Sto├čd├Ąmpfer des W├╝stengef├Ąhrts wurden hart auf die Probe gestellt, w├Ąhrend es immer wieder rauf und runter ging. In rasender Geschwindigkeit wurde ├╝ber D├╝nen gesprungen und sich brachial in die Kurve gelegt, so dass mehr als einmal das Gef├╝hl aufkam, man w├╝rde nun endg├╝ltig aus dem Sitz auf den W├╝stensand fliegen. Achterbahn ist nichts dagegen.

Immer wieder stoppte der Buggy, damit das erstaunliche W├╝stenpanorama auf Bildern festgehalten werden konnte und das n├Ąchste Highlight folgte auf dem Fu├č: Es ging mehrmals b├Ąuchlings auf einer Art Snowboard die D├╝nen hinab, ein enormer Spa├č mit ordentlich Speed und viel Action. Man sah zwar hinterher aus wie eine schmackhafte Mehlspeise, aber der Adrenalinkick und das unkontrollierte Grinsen im Gesicht entsch├Ądigten f├╝r den erh├Âhten Reinigungsaufwand.

Der Tag endete mit einem traumhaften Sonnenuntergang ├╝ber der nicht enden wollenden W├╝ste, der auch den z├Ąhen Vormittag vergessen lie├č und nach dem verdienten Abendessen in der Hostelbar konnte endlich einmal ein Tag mit dem Pr├Ądikat „fantastisch“ versehen werden. Dieser Ausflug hatte sich mehr als gelohnt.

Keep on rockin‘
Ree

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